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F.A.Z. exklusiv : Scholz wusste seit Februar 2019 von Verdacht bei Wirecard

  • Aktualisiert am

Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Bundestag Bild: EPA

Der Skandal um das Dax-Unternehmen ist noch bei weitem nicht vollends aufgeklärt. Doch von verdächtigen Vorgängen bei Wirecard weiß der Bundesfinanzminister schon länger.

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          Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) weiß seit fast eineinhalb Jahren von verdächtigen Vorgängen beim Dax-Unternehmen Wirecard, das nach einem mutmaßlichen Bilanzbetrug mittlerweile insolvent ist. Scholz wurde am 19. Februar 2019 darüber unterrichtet, dass die Finanzaufsicht Bafin „in alle Richtungen wegen Marktmanipulation ermittelt, das heißt sowohl gegen Verantwortliche der Wirecard AG als auch gegen Personen, bei denen Hinweise zur Beteiligung an Marktmanipulationen vorliegen“, heißt es in einem Sachstandsbericht seines Hauses an den Finanzausschuss (Stand 16. Juli, 15 Uhr).

          Er liegt der F.A.Z. vor. Scholz sei auch mitgeteilt worden, dass die Bafin die zuständige Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung mit der Kontrolle der aktuellen Bilanz beauftragt habe, um den Vorwürfen über mögliche Unregelmäßigkeiten nachzugehen. „Zudem wurde er am 22. Juni 2020 über den aktuellen Sachstand zu Wirecard unterrichtet.“

          Wie dem Papier weiter zu entnehmen ist, fand am 8. März 2019 ein Telefonat zwischen Finanzstaatssekretär Jörg Kukies und dem Präsidenten der Finanzaufsicht, Felix Hufeld, zu Wirecard statt, in dem über die aktuellen Vorwürfe und die getroffenen Maßnahmen gesprochen worden sei.

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