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F.A.Z. exklusiv : Commerzbank zeigt Werbebetrug im Fußball an

  • -Aktualisiert am

Auch das Bekleidungsunternehmen Engelbert Strauss soll Opfer des Betrugs sein. Bild: Imago

Sportvermarkter Infront gerät weiter unter Druck. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt ermittelt. Gab es ein System?

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          Die Affäre um den Betrug von Werbekunden, die zu Spielen der Fußball-Nationalmannschaft Einblendungen auf Banden im Stadion gebucht hatten, erhält neue Brisanz. Die Vorwürfe richten sich gegen die internationale Vermarktungsagentur Infront aus der Schweiz. Während die dortigen Polizeibehörden gegen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter ermitteln, hat die Commerzbank als langjähriger Kunde von Infront und Premiumsponsor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun eine Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Dies bestätigte das Finanzinstitut der F.A.Z. Auf Nachfrage teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt mit, dass in diesem Zusammenhang ein Vorermittlungsverfahren stattfinde.

          Zugleich bestätigte die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, dass ein Strafverfahren wegen verschiedener Vermögensdelikte und Urkundenfälschung gegen einen Tatverdächtigen geführt werde. „Ob weitere Beteiligte involviert sind, ist Gegenstand der laufenden Strafuntersuchung“, sagte ein Sprecher. Geschädigte Sponsoren, die nicht öffentlich genannt werden wollen, äußern Zweifel an der Einzeltäterversion, was wiederum Infront erheblich unter Druck bringt.

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