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EZB-Studie : Arme reiche Deutsche

Legen die Deutschen ihr Vermögen falsch an? Bild: dpa

Sie arbeiten hart und sparen viel – und dennoch haben die meisten eher geringe Vermögen. Das liegt an der falschen Anlagestrategie.

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          Internationale Vermögensvergleichsstudien rufen immer wieder Aufsehen hervor. Eine EZB-Studie hat Erstaunen ausgelöst. Sie zeigte nämlich, dass die Deutschen nicht so reich sind, wie man vielleicht vermutet, da die Wirtschaft so gut läuft. Die Vermögen der meisten Deutschen sind eher mickrig. Die große Haushaltsbefragung durch die Notenbank, veröffentlicht vor einem Jahr, kam zu einem Median-Vermögen von nur gut 60.000 Euro, soweit die Angaben für 2014. Seitdem dürfte es wegen der höheren Immobilienpreise und der gestiegenen Börsen gewachsen sein. Aber es bleibt vergleichsweise niedrig.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Das deutsche Median-Vermögen lag nur wenig über dem polnischen Median-Wert von 57.000 Euro. Viel reicher erscheinen Belgier (218.000 Euro), Spanier (160.000) und Italiener (146.000) oder auch die Franzosen (113.000 Euro). Auch Österreicher, Niederländer und Portugiesen, sogar die Slowenen haben nach der EZB-Erhebung höhere Median-Vermögen. Der Median teilt die Bevölkerung genau in der Mitte: Die eine Hälfte hat mehr, die andere weniger. Der Durchschnittswert liegt bei 214.000 Euro, er wird durch die Werte der Reichen nach oben gezogen. Aber auch beim Durchschnittswert liegen viele andere Europäer und die Amerikaner vor den Deutschen.

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