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EZB-Präsident : Draghi warnt vor Risiken des Griechenland-Hilfspakets

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„Die EZB handelt nach zwei Maximen: Preisstabilität sichern und keine monetäre Staatsfinanzierung.“ Bild: Röth, Frank

In der Schuldenkrise hat die Europäische Zentralbank zu bisher beispiellosen Maßnahmen gegriffen. Der neue Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, will sich aber nicht in die Rolle einer europäischen Rettungsinstitution drängen lassen.

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          EZB-Präsident Mario Draghi hat vor Risiken bei der Umsetzung des Hilfspakets für Griechenland gewarnt und eine strikte Überwachung des Programms gefordert. Die bevorstehenden Wahlen seien von großer Bedeutung, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank in seinem ersten Interview mit einer deutschen Zeitung. „Es ist entscheidend, dass die neue Regierung genauso zu dem Programm steht wie die alte.“

          Draghi bekräftigte, dass sich die wirtschaftliche Lage im Euroraum stabilisiert hat und dämpfte damit die Hoffnungen auf Zinssenkungen. „Die Lage ist in den einzelnen Euroländern sehr unterschiedlich, hat sich aber insgesamt stabilisiert.“

          Eine weitere Ausweitung der Sicherheiten, die Banken bei der EZB beleihen können, hält Draghi für nicht erforderlich. Die Notenbanken hätten genug getan, künftig gehe es eher darum, die Anforderungen an die Pfänder zu erhöhen.

          Auch zum umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen äußerte sich Draghi skeptisch. Die Märkte seien immer noch anfällig, deshalb müsse man mit der Ankündigung einer Abschaffung des Proramms vorsichtig sein.

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