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EZB-Präsident : Der Top-Job

  • -Aktualisiert am

Mario Draghi Bild: dpa

Jetzt hat sich auch Deutschland hinter den Italiener Mario Draghi als möglichen künftigen Chef der Europäischen Zentralbank gestellt. Italien macht vor, wie man in Europa erfolgreich Personalpolitik betreibt.

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          Lange hat Angela Merkel gezögert. Deutschland könnte eine Kandidatur von Mario Draghi für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank unterstützen, sagt die Bundeskanzlerin erst jetzt, nachdem sich so gut wie alle Regierungschefs des Euroraums den Italiener als Nachfolger von Jean-Claude Trichet wünschen.

          Pikanterweise verkündete zwischenzeitlich sogar die französische Finanzministerin Christine Lagarde, dass ihr deutscher Kollege Wolfgang Schäuble auch für Draghi sei und riet der Bundeskanzlerin noch, sich bald zu entscheiden.

          Merkel tat sich schwer, hatte sie doch das Feld für den ersten deutschen EZB-Präsidenten bestellt. Den geplanten Stabwechsel von Frankreich an Deutschland hätten die Partner im Euroraum nicht ablehnen können. Aber dann mochte der frühere Bundesbankpräsident Axel Weber nicht mehr.

          Weil ihr der eigene, überzeugende Kandidat jäh abhanden kam, muss sie nun notgedrungen den Partnern folgen, ohne hierfür einen Trostpreis verlangen zu können. Wie man in Europa erfolgreichere Personalpolitik betreibt, zeigt Italien. Die Italiener besetzen mehr Schlüsselpositionen, und sie haben besonders erfahrene und gute Leute – wie Draghi.

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