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Leitzins unverändert : Die EZB hält sich alle Optionen offen

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Das Gebäude der EZB in Frankfurt. Bild: dpa

Weiter null Prozent: Die Europäische Zentralbank lässt ihre Geldpolitik unverändert. Den Grund für ihr Abwarten darf man in den Vereinigten Staaten suchen.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich angesichts wachsender Sorgen vor Handelskonflikten alle Optionen offen. Der EZB-Rat beließ bei seiner Zinssitzung am Donnerstag in Frankfurt den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent. Zudem müssen Geschäftsbanken, die Geld bei der Notenbank parken, dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wie die Notenbank mitteilte.

          Die EZB gab zunächst auch keinen weiteren Hinweis auf einen schrittweisen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Beobachter hatten erwartet, dass sich EZB-Präsident Mario Draghi Zeit lassen wird, den nächsten Schritt anzudeuten. Denn Handelskonflikte – insbesondere durch die Zölle auf Aluminium und Stahl von Amerikas Präsident Donald Trump – könnten die wirtschaftlichen Aussichten für den Euroraum gefährden. Zudem deuten aktuelle Daten auf eine Konjunkturdelle zu Beginn der laufenden Jahres hin. Ökonomen rechnen aber nicht mit einem Ende des Aufschwungs.

          Ein kleines Signal für ein Ende der Nullzinsphase

          Bei der Zinsentscheidung im März hatten die Währungshüter auf die zuletzt übliche Formulierung verzichtet, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Volkswirte werteten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der extrem expansiven Geldpolitik.

          Im Oktober hatte die EZB ihr gewaltiges Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert.

          Mit viel billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und zugleich die Teuerung anzuheizen. Angestrebt wird Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent - weit genug entfernt von der Nullmarke. Trotz eines leichten Anstiegs im März auf 1,3 Prozent ist Inflation im Euroraum weiterhin weit von diesem Ziel entfernt.

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