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Ende in Sicht : EZB fährt Anleihenkäufe zurück

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Die Lichter in den Büros der Europäischen Zentralbank in Frankfurt leuchten im letzten Licht des Tages. Bild: dpa

In ihrer Ratssitzung hat die Europäische Zentralbank den Leitzins nicht angehoben. Doch das Ende der umstrittenen Anleihekäufe bekräftigen die Währungshüter – und drücken dabei aufs Tempo.

          Der Anti-Krisen-Kurs der Europäischen Zentralbank neigt sich langsam dem Ende zu. Wie im Juni in Aussicht gestellt, halbiert die Notenbank das Volumen ihrer monatlichen Anleihenkäufe ab diesem Oktober auf 15 Milliarden Euro.
          Ein Ende des vor allem in Deutschland umstrittenen Programms zum Kauf von Staats- und Unternehmenspapieren peilen die Währungshüter unverändert zum Jahresende 2018 an.

          Das mittlerweile auf 2,6 Billionen Euro angelegte Programm war in den vergangenen drei Jahren das zentrale Instrument der Währungshüter, um die Konjunktur anzuschieben und eine aus EZB-Sicht zu niedrige Inflation nach oben zu treiben. Mittlerweile läuft die Wirtschaft deutlich besser – und auch die Inflation hat angezogen.

          Die Entscheidungen des EZB-Rates vom Donnerstag in Frankfurt zementieren aber zugleich ein Andauern der Phase extrem niedriger Zinsen, da die Währungshüter den Leitzins im Euroraum nicht antasteten. Er bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, zudem müssen Geschäftsbanken weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

          Eine Wende hin zu höheren Zinsen wollen die Währungshüter frühestens im Herbst 2019 einläuten. Der EZB-Rat bekräftigte seine Einschätzung, dass die Zinsen bis „mindestens über den Sommer 2019“ auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

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