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Experiment Geldregen : Wieviel sind eigentlich 100 Milliarden?

Der Scherzartikel „Geldregen” - eine gute Veranschaulichung so mancher Zahl in der derzeitigen Finanzkrise Bild: Tomwet

Finanzpolitik und Steuerwesen sind oft so furchtbar abstrakt. Was sind eigentlich 100 Milliarden? Wie kann man die Summe veranschaulichen, die beispielsweise die Hypo Real Estate vorerst benötigt? Wir versuchen es mal auf die unkonventionelle Art - mit Hilfe des Party-Scherzartikels „Geldregen“.

          Finanzpolitik und Steuerwesen sind oft so furchtbar abstrakt. Nehmen wir zum Beispiel die Zahl 100 Milliarden. Was sind 100 Milliarden? Seit einiger Zeit treibt uns der Gedanke um, wie man die guten Taten veranschaulichen kann, die wir als Steuerbürger notleidenden Geldabfackelvereinigungen aus der Finanzbranche zukommen lassen sollen.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Die Lösung ist der Artikel „Geldregen“, den das Versandhaus Tom Wet im Katalog hat (www.tomwet.com). Die monetäre Pappröhre für 13,75 Euro ist eigentlich als Partygag gedacht, kann aber durchaus für ernsthafte Aufgaben eingesetzt werden. Durch einen Dreh an dem 60-Zentimeter-Rohr werden viele Geldscheine - standardmäßig handelt es sich um Spielgeld - mit einem schönen Knall per Druckluftpatrone meterhoch in die Luft katapultiert.

          Vielleicht lässt der Hersteller mit sich reden, dass echtes Geld zum Einsatz kommt. Dann stellen wir Steuerzahler ein Spalier auf, so wie man es zum Beispiel bei Hochzeiten tut, beidseitig, schicken den Vorstand zum Beispiel der Hypo Real Estate durch und lassen Geld regnen. Wir haben gelesen, dass die Hypo Real Estate fürs Nötigste 100 Milliarden Euro braucht, also hunderttausend Millionen.

          Hundert Millionen Spaliersteher bekommen wir nie

          Wenn jeder Spaliersteher sagen wir mal 1000 Euro in Scheinen abschießen würde, brauchten wir 100.000.000 (hundert Millionen) Spaliersteher, für jede Seite 50 Millionen. So viele Spaliersteher bekommen wir nie und nimmer zusammen, wir müssen also sehen, dass wir in jede Geldregenmaschine 10.000 Euro hineinbekommen. In diesem Fall benötigten wir nur noch zehn Millionen Menschen für das Spalier.

          Weil sich, wie gesagt, immer zwei gegenüberstehen, würden stets 20.000 Euro gleichzeitig abgefeuert. Wenn die Spaliersteher sich nun in einem Abstand von einem Meter aufstellen würden - wir halten das für einen idelalen Spaliersteherabstand -, dann wäre das Spalier ungefähr 5000 Kilometer lang. Das ist nun endlich überschaubar, darunter kann man sich was vorstellen.

          Selbstverständlich würden Sicherheitsdienste so lange aufpassen, bis der Vorstand die Scheine alle eingesammelt hat. Leider funktioniert das Gerät nur einmal, man muss sich also für weitere Geldübergaben was anderes einfallen lassen.

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