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Chinas Immobilienkonzern : Evergrande erklärt geplanten Beteiligungsverkauf für gescheitert

  • Aktualisiert am

Evergrande Hauptsitz in Shenzhen Bild: Reuters

Der Verkauf der Dienstleistungssparte ist geplatzt. Der Immobilienkonzern stellte jedoch Schritte in Aussicht, um seine Liquiditätsprobleme anzugehen.

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          Der klamme chinesischen Immobilien-Konzern Evergrande ist mit seinen Plänen für einen milliardenschweren Verkauf eines Großanteils an seiner Dienstleistungssparte gescheitert. Evergrande befand sich zuletzt in Verhandlungen, 50,1 Prozent seiner Tochter Evergrande Property Services an den kleineren Rivalen Hopson Development für umgerechnet rund 2,6 Milliarden Dollar zu verkaufen. Evergrande erklärte nun am Mittwoch in einer Mitteilung an die Börse, der Konzern habe Grund zur Annahme, dass Hopson nicht die Anforderungen erfülle, um ein Angebot zu unterbreiten. Weitere Details nannte Evergrande nicht.

          Hopson teilte unterdessen mit, das Unternehmen sei bereit gewesen, die Transaktion abzuschließen. Es habe aber am 13. Oktober von Evergrande eine Mitteilung über den Abbruch der Transaktion erhalten. Schon am Dienstag hatten Insider berichtet, dass der Verkauf gestoppt worden sei. Evergrande sitzt auf einem Schuldenberg von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar und hat schon mehrere Fristen für fällige Zinszahlungen an seine Anleihegläubiger verstreichen lassen. Angesichts des Umfangs der Verbindlichkeiten geht die Sorge um, dass ein Kollaps des Konzerns einen Flächenbrand im chinesischen Immobiliensektor auslösen könnte. In einer weiteren Mitteilung an die Börse teilte Evergrande zudem mit, ausgenommen den Verkauf eines Anteils an der Shengjing Bank für 1,5 Milliarden Dollar gebe es keine Fortschritte beim Verkauf von Vermögenswerten.

          Der Immobilienkonzern stellte Schritte in Aussicht, um seine Liquiditätsprobleme anzugehen. Evergrande werde die größten Anstrengungen unternehmen, eine Erneuerung oder Verlängerung von Krediten bei den Gläubigern zu erreichen, erklärte das Unternehmen. Allerdings gebe es angesichts der Schwierigkeiten keine Garantie, dass Evergrande in der Lage sein werde, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Demnächst läuft für eine im September fällig gewordene Anleihe-Zinszahlung eine Nachreichfrist von 30 Tagen aus.

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