https://www.faz.net/-gqe-9aybv

Deutschland bremst aus : Eurozone wächst zum Jahresbeginn schwächer

  • Aktualisiert am

Container werden am auf dem Container Terminal Burchardkai (CTB) im Hafen in Hamburg umgeschlagen. Bild: dpa

Das Wachstum der Euroländer lag mit 0,4 Prozent etwas niedriger als das der Wirtschaftsmacht Amerika. Krisenländer ziehen an – und Deutschland bremst aus.

          1 Min.

          Die Wirtschaft der Eurozone hat im ersten Quartal einen Gang zurückgeschaltet. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März nur noch um 0,4 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. In den drei Vorquartalen hatte es jeweils zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. Die Eurozone expandierte damit einen Tick langsamer als die weltgrößte Volkswirtschaft Amerika, die mit 0,5 Prozent ins Jahr startete.

          Positive Impulse gingen diesmal vom privaten Konsum und von den Investitionen der Unternehmen aus. Beide Komponenten stiegen in der Eurozone jeweils um 0,5 Prozent. Dagegen sanken die Exporte um 0,4 Prozent, wodurch ein besseres Abschneiden verhindert wurde. Die drei größten Volkswirtschaften der Währungsunion bremsten den Aufschwung: Deutschland und Italien kamen nur auf ein Plus von jeweils 0,3 Prozent, Frankreich sogar nur auf 0,2 Prozent. Am schnellsten wuchsen Lettland (1,6 Prozent) und Finnland (1,2). Auch einstige Krisenländer wie Griechenland (0,8) und Spanien (0,7) expandierten überdurchschnittlich schnell.

          Die Industriestaaten-Organisation OECD sagt der Eurozone in diesem Jahr ein Wachstum von 2,2 und für 2019 von 2,1 Prozent voraus. Zum Vergleich: Für die Vereinigten Staaten werden 2,9 und 2,8 Prozent prognostiziert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Astra-Zeneca ist Hersteller eines schon in mehreren Ländern zugelassenen Impfstoffs gegen Covid-19.

          Impfstoff-Hersteller : Chef von Astra-Zeneca weist Vorwürfe der EU zurück

          Die EU habe keinen Grund, über Lieferengpässe zu klagen, sagt Pascal Soriot. Brüssel habe erst spät unterschrieben, es gebe keine Pflicht für eine bestimme Menge. Meldungen, wonach der Astra-Zeneca-Impfstoff nicht bei Älteren wirke, bezeichnete er als „dummes Zeug“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.