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Neuer EU-Datenschutz : Europa im Daten-Wahn

Hat die neue Datenschutzverordnung etwa Queen B den Rang abgelaufen? - Zumindest was die momentanen Suchanfragen im Internat angeht, ja! Bild: AP

Die neue europäische Datenschutzgrundverordnung wird im Internet gerade mehr gesucht als der Popstar Beyoncé. Es sind anstrengende Tage für Unternehmen, Vereine und Privatpersonen. Was wird anders mit den neuen Regeln?

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          Es ist Zeit für eine Momentaufnahme: Nie zuvor wurde in der Europäischen Union so heftig um den Datenschutz gestritten. Die einen feiern das Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, als Rettung vor gierigen Datensammlern aus Amerika – die anderen meinen, an den neuen europäischen Vorschriften zu ersticken. Allenfalls auf Datenschutzrecht spezialisierte Anwälte lächeln.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Die Idee hinter den neuen Regeln: Der Verbraucher soll besser wissen, wann und wofür seine Daten verwendet werden – und die Nutzung unterbinden können. Dafür bekommt er neue Rechte. Die Artikel 13 und 14 der DSGVO regeln, wie der Verbraucher fortan informiert werden muss. Er kann also künftig genauer einsehen, was mit seinen Daten passiert. Dafür muss er nicht einmal einen Antrag stellen, sondern die Unternehmen müssen das von sich aus bewerkstelligen – für die Wirtschaft bedeutet das natürlich einen hohen Mehraufwand. Nach altem Recht genügte es, den „Betroffenen” – so heißt es in der Sprache des Datenschutzrechts – bei der Datenerhebung zu informieren. Ausdrücklich geregelt ist nun das „Recht auf Vergessen werden”. Damit können Verbraucher verlangen, dass ihre Daten gelöscht werden.

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