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15 Millionen verkaufte Autos : Europas Automarkt stagniert

  • -Aktualisiert am

Fahrzeuge von Volkswagen stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Bild: dpa

Gerade mal um 0,1 Prozent ist der europäische Markt für Pkw im vergangenen Jahr gewachsen – und befindet sich damit in der Stagnation. Woran liegt das?

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          Der europäische Automarkt ist im vergangenen Jahr auf einem hohen Niveau stabil geblieben. Wie der europäische Autoherstellerverband Acea am Mittwoch mitteilte, haben die Personenkraftwagenproduzenten in der Europäischen Union im vergangenen Jahr rund 15,16 Millionen Autos verkauft. Das entsprach einem Wachstum um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs sei sehr bescheiden, wie es in einer Mitteilung des Verbandes hieß.

          Allerdings sei der europäische Automarkt damit das fünfte Jahr hintereinander gewachsen. Einen Grund für den lediglich leichten Zuwachs im Gesamtjahr machte die Lobbyvereinigung der Hersteller im neuen Verbrauchs- und Abgasmessverfahren WLTP aus. Seit der Einführung der neuen Testprozeduren im September vergangenen Jahres seien die Neuzulassungen in Europa vier Monate in Folge gesunken, hieß es.

          Während in einigen kleineren europäischen Ländern die Neuzulassungen prozentual überdurchschnittlich stiegen, hinterließen die großen Automärkte ein gemischtes Bild. So wuchs der Absatz von Neufahrzeugen in Griechenland auf niedrigem Niveau um mehr als 17 Prozent auf gut 88.000 Stück. Den höchsten Zuwachs verzeichnete derweil Litauen, wo die Behörden mehr als 32.400 Autos und damit gut ein Viertel mehr Fahrzeuge erstmals registrierten als im Jahr 2017.

          Einbußen bei den deutschen Premiummarken 

          In Deutschland meldeten Eigentümer dagegen mehr als 3,43 Millionen neue Autos bei den Behörden an, was einem Rückgang um 0,2 Prozent entsprach. Der französische Neufahrzeugmarkt wuchs um 3 Prozent auf 2,17 Millionen Neuzulassungen. Italien verzeichnete mit 1,91 Millionen neu registrierten Autos einen Rückgang um 3,1 Prozent. Der britische Automarkt schrumpfte indes um 6,8 Prozent auf einen Absatz in Höhe von 2,37 Millionen.

          Mit gut 3,61 Millionen verkauften Fahrzeugen bleibt der Volkswagen-Konzern mit Marken wie Škoda, Audi oder Seat der absatzstärkste Autohersteller in Europa; auf dem zweiten Platz landet die französische PSA-Gruppe mit Autos von Peugeot, Citroën oder der deutschen Tochtergesellschaft Opel. Dank des Zukaufs des Rüsselsheimer Autoherstellers setzte PSA in der Europäischen Union rund 2,46 Millionen Fahrzeuge und damit rechnerisch rund ein Drittel mehr Autos ab als im Jahr 2017. Dieser Zuwachs fällt so hoch aus, weil PSA im vergangenen Jahr zum ersten Mal für volle zwölf Monate den Opel-Absatz für sich verbuchen konnte.

          Während der Absatz von Renault inklusive Tochtermarken wie Dacia oder Lada mit einem Wachstum um 0,8 Prozent leicht über dem Gesamtmarkt lag, mussten die deutschen Premiumhersteller BMW und Daimler Einbußen hinnehmen. Der BMW-Absatz einschließlich der Marke Mini verringerte sich um rund 1 Prozent auf etwa 990.000 Neuzulassungen. Daimler setzte mit den Marken Mercedes-Benz sowie dem Kleinstwagenhersteller Smart gut 935.000 Autos ab und damit 1,9 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr.

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