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Klima und Energiesicherheit : Hohe Ziele für Energiesparen

  • Aktualisiert am

Gut für Klima und Energiesicherheit: Das Europäische Parlament verschärft die EU-Ziele zum Energiesparen und den Ausbau der Erneuerbaren. Auch für grünen Wasserstoff gibt neue Vorgaben.

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          Schon bevor Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Mai ihre Pläne zur Entkoppelung vom russischen Gas und Öl vorgelegt hat, haben die Abgeordneten im Europäischen Parlament die EU-Mitgliedstaaten zu ehrgeizigeren Energiesparzielen und einem stärkeren Ausbau von Wind- und Sonnenkraft aufgerufen. Am Mittwoch hat sich der federführende Industrieausschuss nun für eine Anhebung des Ausbauziels für die Erneuerbaren auf 45 Prozent am Verbrauch statt der ursprünglich für 2030 geplanten 40 Prozent ausgesprochen. Die Energieeffizienz soll sogar um 14,5 Prozent statt der geplanten 9 Prozent steigen – verglichen mit dem „normalen Szenario“ („Business as usual“). Damit geht das Parlament noch einmal über den Entkoppelungsvorschlag der EU-Kommission vom Mai hinaus. Das übergeordnete Klimaziel der EU für 2030 solle aber bei 55 Prozent verglichen mit 1990 bleiben.

          Um die Einsparziele zu erreichen, sollen die Staaten auch verpflichtet werden, den Energieverbrauch von öffentlichen Gebäuden jährlich um 2 Prozent zu verringern. Subventionen für den Einbau fossiler Gasboiler, um Energie zu sparen, werden verboten. Die EU-Regeln für die Erneuerbaren enthalten auch Ziele für grünen Wasserstoff. In der Industrie soll sein Anteil – soweit eben möglich – bis 2030 auf 50 Prozent steigen.

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