https://www.faz.net/-gqe-42tv

Europäische Zentralbank : Österreicherin mit besten EZB-Chancen

  • Aktualisiert am

Die nächste Frau im EZB-Direktorium dürfte Gertrude Tumpel-Gugerell werden. Wien hat die Vize-Gouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank offiziell nominiert.

          1 Min.

          Die Österreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell hat die besten Chancen, die neue Frau im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) zu werden. Das österreichische Finanzministerium bestätigte am Montag die Gerüchte, dass Wien die Vizegouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) als Nachfolgerin für die Finnin Sirrka Hämäläinen nominiert habe.

          Zugleich erklärte das irische Finanzministerium, es werde keinen Kandidaten für den Posten benennen. Damit läuft nach derzeitigem Stand die Nachfolge Hämäläinen auf Frau Tumpel-Gugerell oder auf den belgischen Kandidaten Paul de Grauwe hinaus.

          Die Finnin Sirrka Hämäläinen wird Ende Mai regulär aus ihrem Amt als EZB-Direktorin ausscheiden. Unter der Euro-Staaten besteht weitgehend Einigkeit, dass als Nachfolger wieder eine Frau berufen werden soll. Die erneute belgische Nominierung von Paul de Grauwe hatte darob überrascht. Belgien hatte de Grauwe auch schon 2002 als Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft vorgeschlagen und war damit gescheitert.

          Die 50-jährige Tumpel-Gugerell arbeitet seit 1985 in der OeNB. Seit 1997 gehört sie dem Direktorium der OeNB an, seit 1998 ist sie Vize-Gouverneurin. Tumpel-Gugerell gilt als Spezialistin unter anderem für Fragen der Bankenaufsicht. Sie ist Vorsitzende des Beratenden Bankenausschusses der EU, dessen Arbeitsschwerpunkte in jüngster Zeit bei der Umsetzung von Basel II (neue Eigenkapitalrichtlinien) und in der Integration der neuen Mitglieder in der EU liegen. In der EZB ist sie Mitglied des Komitees für Bankenaufsicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Bundeskanzlerin am Mittwoch vor der Pressekonferenz im Kanzleramt.

          Verlängerter Teil-Lockdown : Wo ist der rote Faden?

          Merkel und die Ministerpräsidenten stehen immer im Verdacht, selbst wenn sie noch so ausgewogen handeln, doch relativ wahllos zu entscheiden. Das mehrt die Unzufriedenheit – ist aber der goldene Mittelweg.

          Zum Tod von Diego Maradona : In den Händen Gottes

          Bei der WM 1986 wurde er in Argentinien zum Heiligen. Er war einer, der es nach ganz oben schaffte. Nun muss die Fußball-Welt sich von einem ihrer größten Spieler verabschieden: Im Alter von nur 60 Jahren ist Diego Armando Maradona gestorben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.