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Geldwäsche : Waschsalon Europa

Transparent sind nur die Fenster: Die Tochtergesellschaft der Danske Bank im estnischen Tallin ist Dreh- und Angelpunkt eines enormen Geldwäscheskandals. Bild: Getty

Europäische Banken vernachlässigen den Kampf gegen Geldwäsche. Der Skandal um das größte Institut Dänemarks verdeutlicht den Handlungsbedarf. Fast immer stammen die Hinweise aus Amerika.

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          Europas Banken und ihre Aufseher haben im Kampf gegen die Geldwäsche versagt. Diesen Schluss muss man ziehen, nachdem die größte Bank Dänemarks, die Danske Bank, diese Woche das ganze Ausmaß des Geldwäscheskandals offenbart hat: 200 Milliarden Euro. Das Eingeständnis ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Vorfällen, die auf große Lücken in den internen Kontrollen europäischer Geldinstitute deuten. Besonders peinlich ist für Europas Aufsichtsbehörden und Politiker, dass die Versäumnisse meist erst durch Hinweise amerikanischer Behörden und Geheimdienste aufgedeckt wurden.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mit der Geldwäsche helfen Banken der organisierten Kriminalität, der Korruption und dem Terrorismus. In Europa werden damit sehr oft auch Sanktionen gegen Russland unterlaufen. Es wird aber auch Geld, das aus Drogen- oder Waffenhandel, Menschenhandel, Raub oder Erpressung stammt, über Geldwäsche in den Wirtschaftskreislauf geschleust.

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