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Schulden : Griechenlands Ausblick wird positiv

  • Aktualisiert am

Vor dem Parlament in Athen. Bild: dpa

Die guten Nachrichten aus Griechenland häufen sich. In der Nacht hat eine Ratingagentur das Land heraufgestuft. Am Montag könnte es noch einmal Geld geben - und bald kann Griechenland von Hilfsgeld unabhängig sein.

          Die Ratingagentur S&P hat die Bonitätsbewertung für Griechenland heraufgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten des südeuropäischen Landes würden nun mit „B“ nach zuvor „B-“ benotet, teilte die amerikanische Agentur am Freitag mit. Die Anleihen haben damit aber immer noch Ramschstatus. Der Ausblick sei weiter positiv. Eine erneute Hochstufung sei möglich, wenn das Land seinen Liquiditätspuffer verbessern sollte. Ein besseres Rating geht in der Regel mit niedrigeren Kosten bei der Aufnahme von Schulden einher.

          Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber, doch allmählich bereitet sich das Land darauf vor, wieder finanziell unabhängig zu werden. Im August läuft das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro aus.

          Gerade will Griechenland noch eine Kredittranche

          Derzeit arbeitet das Land allerdings noch einmal darauf hin, noch eine Kredittranche ausgezahlt zu bekommen. 6,7 Milliarden Euro stehen in Aussicht, dafür muss Griechenland allerdings 113 Reformen beschließen, zum Beispiel Privatisierungen oder Schritte hin zu einer effizienteren Verwaltung. In den vergangenen Tagen hat Griechenland dazu schon einige Gesetze beschlossen.

          Am Freitagnachmittag stellten die Euro-Länder laut griechischen Medien fest, dass die Griechen 89 der 113 Maßnahmen erfüllt haben. Bis Montag werde sich die Zahl der ausstehenden Reformen bei der Überprüfung durch die Gläubiger aber voraussichtlich weiter verringern, hieß es in der Eurozone. Die Lage sei „noch im Fluss“. Dies könnte für einen Grundsatzbeschluss beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag reichen, der mit der Bedingung versehen ist, den Rest noch nachzuliefern. Ausgezahlt würde dann voraussichtlich ab Mitte Februar.

          Dringend benötigt wird das Geld in Griechenland aber im Moment nicht. In absehbarer Zeit sind kein großen Kredite fällig. Nur 3,3 Milliarden Euro der nächsten Finanzspritze aus dem Hilfsprogramm sind für den Schuldendienst vorgesehen. Mit 1,5 Milliarden Euro kann die griechische Regierung Zahlungsrückstände im Inland begleichen, was de facto wie ein kleines Konjunkturprogramm wirkt. Weitere 1,9 Milliarden Euro wollen die Gläubiger Athen gewähren, um einen „Cash-Puffer“ für die Zeit nach dem Ende des Hilfsprogramms im August aufzubauen.

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