https://www.faz.net/-gqe-93ajd

„Wir wollen Mitglied werden“ : Dieses Land will den Euro einführen

  • Aktualisiert am

Kroatien ist seit dem Jahr 2013 Mitglied der Europäischen Union. Bild: dpa

Kroatien gehört der EU seit dem Jahr 2013 an. Nun erklärt der Ministerpräsident, wann sein Staat der Währungsunion beitreten möchte. Manches Hindernis muss er aber noch meistern.

          Das jüngste EU-Mitglied Kroatien will in den nächsten sieben bis acht Jahren den Euro einführen. „Wir wollen uns nicht auf genaue Termine festlegen, wollen aber binnen zwei Legislaturperioden Mitglied der Euro-Zone werden“, sagte der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenkovic an diesem Montag.

          Seine Regierung ist seit zwei Jahren im Amt. Als Stufe vor der Einführung der Gemeinschaftswährung sei geplant, am europäischen Wechselkursmechanismus (ERM 2) teilzunehmen. Der Schritt könne innerhalb der nächsten drei Jahre eingeleitet werden. Die Kroatische Zentralbank hält den Wechselkurs der Währung Kuna bereits in einem engen Korridor zum Euro.

          Euro-Kandidaten nehmen üblicherweise für mindestens zwei Jahre an dem Mechanismus teil. Damit soll sichergestellt werden, dass die Währung des Beitrittslandes nicht zu stark schwankt.

          Die Euro-Ambitionen von Kroatien fallen in eine Zeit, in der das Vorhaben auch von den Spitzen der EU geteilt wird. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker machte sich in seiner Rede zur Lage der Union Mitte September für die Einführung der Währung in osteuropäischen EU-Staaten stark.

          Größte Hürde für Kroatien sind offenkundig die Staatsschulden, die derzeit mehr als 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Die EU erlaubt für den Beitritt höchstens 60 Prozent. Bis zum Jahr 2020 solle die Zahl auf 72 Prozent gedrückt werden, sagte Plenkovic.

          Derzeit wird in 19 Staaten mit dem Euro gezahlt. Kroatien trat der EU im Sommer 2013 bei und ist damit jüngstes Mitglied. Seit Beginn der Euro-Krise sind der Währungsunion die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen beigetreten. Ausgetreten ist aus dem Euro bislang kein Land.

          Weitere Themen

          Wo unsere Smartphones herkommen Video-Seite öffnen

          Von Afrika über China zu uns : Wo unsere Smartphones herkommen

          Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik nimmt Sie mit auf die Reise.

          Topmeldungen

          Umfrage zu Russland : Mächtig, aber unbeliebt

          Wer Macht hat, ist nicht automatisch beliebt. Auf Russland trifft das zu, wie eine neue Umfrage des Pew-Instituts zeigt. Auf den zweiten Blick offenbaren sich interessante Unterschiede unter den Befragten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.