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Eurokrise : Griechen-Austritt würde Deutschland 80 Milliarden kosten

Griechische Euromünze Bild: dpa

Schrecken ohne Ende oder lieber ein Ende mit Schrecken? Der Abschied Athens vom Euro würde Deutschland Milliarden kosten. Ein Verbleib in der Eurozone käme aber wohl noch teurer.

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          Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde für Deutschland teuer - ein Verbleib aber wohl noch teurer. Hans-Werner Sinn, Chef des Münchener Ifo-Instituts, und Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, rechnen mit Kosten von bis zu 80 Milliarden Euro, die auf Deutschland durch Abschreibungen auf die Rettungshilfen und Verluste durch die sogenannten Targetsalden im Eurosystem entstünden.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Die Targetsalden sind Ungleichgewichte im Abrechnungssystems der Europäischen Zentralbank für grenzüberschreitende Zahlungen. „Allein schon durch die hohen Targetsalden muss Deutschland mit einem Verlust von etwa 30 Milliarden Euro rechnen - egal ob Griechenland austritt oder drinbleibt“, sagte Sinn der Sonntagszeitung: „Das Geld ist auf jeden Fall verloren.“

          Bundesbank-Präsident Jens Weidmann drohte Griechenland mit Konsequenzen, falls es seine Sparauflagen nicht erfülle: „In diesem Fall wäre auch eine Refinanzierung der griechischen Banken durch das Eurosystem nicht mehr möglich.“ Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker sprach sich dafür aus, Athen mehr Zeit zuzugestehen.

          In Athen gelang es auch dem früheren Finanzminister Evangelos Venizelos nicht, eine Koalition zu schmieden. Staatspräsident Karolos Papoulias unternimmt nun einen letzten Versuch. Für diesen Sonntag lud er die Vorsitzenden der drei größten Parteien zum Gespräch. Die Erfolgsaussichten sind jedoch gering, weil sich die radikale Linke (Syriza) von einer Neuwahl im Juni erhofft, stärkste Kraft zu werden.

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