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Euro-Einführung : Erste Euro-Fälschungen in Deutschland entdeckt

  • Aktualisiert am

„Sehen, fühlen, kippen”, rät die Bundesbank Bild: AP

Die ersten Euro-Blüten sind meist plumpe Nachbildungen. Nur ein Fälschungsversuch in Alzey glückte bisher.

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          Während der Ansturm auf den Euro nicht nachlässt, sind in Nordrhein-Westfalen die ersten gefälschten Euro-Scheine aufgetaucht. In einem Regional-Express Köln-Siegen fand eine Schülerin eine 50-Euro-Note, die keine der erforderlichen Sicherheitsmerkmale aufwies. In Düren scheiterte der Versuch eines 34-jährigen Mannes, mit einem falschen 20-Euro-Schein Getränke zu kaufen. In beiden Fällen waren die Banknoten lediglich fotokopiert worden.

          Nach Angaben der Landeszentralbank Düsseldorf (LZB) wurde bis Donnerstag bundesweit erst ein geglückter Fälschungsversuch bekannt. So soll bereits am Neujahrsmorgen ein Unbekannter in einer Spielhalle im rheinland-pfälzischem Alzey einen falschen 500-Euro-Schein in Mark eingetauscht haben. Der Täter hatte zwei Zeitschriften-Abbildungen des Geldscheins zu einer Banknote zusammengeklebt.

          Skepsis macht es den Fälschern schwer

          Nach Ansicht der Polizei haben plumpe Fälschungen derzeit wenig Chancen, in Umlauf zu geraten. Gerade in der Euro-Einführungsphase seien Verkäufer und Verbraucher besonders sensibilisiert und skeptisch.

          "Sehen, fühlen, kippen"

          Die Bundesbank rief die Bevölkerung erneut dazu auf, sorgfältig auf die wichtigsten Sicherheitsmerkmale des neuen Bargeldes nach dem empfohlenen Vorgehen „Sehen, fühlen, kippen“ zu achten. „Die sind fast alle so wie bei der D-Mark", sagte der Sprecher. Vor allem das Befühlen des Geldes ermögliche ein schnelles Entlarven von Falschgeld, denn auf den Noten seien die Konturen vieler abgedruckter Elemente zu ertasten, während Geldfälschungen häufig aus sehr glattem Papier seien.

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