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Kohlendioxid-Ausstoß : EU zwingt Lastwagenhersteller zu mehr Klimaschutz

  • Aktualisiert am

Hersteller haben vergeblich gegen Vorgaben gekämpft: Lastwagen auf der Autobahn 2 nahe Hannover Bild: dpa

Vergeblich haben Hersteller versucht, Vorgaben für den Ausstoß von Kohlendioxid in Europa zu verhindern. Unterhändler der gesetzgebenden EU-Organe haben sich nun dazu durchgerungen. Bis 2030 sollen die Emissionen deutlich runtergehen.

          Die Hersteller von Lastwagen und Bussen bekommen von der Europäischen Union aller Voraussicht nach erstmals strenge Klimaschutzvorgaben auferlegt. Unterhändler der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments vereinbarten in der Nacht zum Dienstag, dass der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß neuer Fahrzeuge von 2030 an um 30 Prozent niedriger liegen soll, verlautetete der EU-Rat, das Gesetzgebungsorgan der Mitgliedsländer. Für 2025 sei ein Zwischenziel von 15 Prozent vorgesehen. Zugleich ist geplant, neue Anreize für den Einsatz emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge zu schaffen.

          Einzelheiten zu der vorläufigen Einigung wurden zunächst nicht genannt. Sie sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. Das Bezugsjahr für die Reduzierung wurde zunächst nicht genannt. Bisher war das Jahr 2019 vorgesehen.

          Die Fahrzeughersteller hatten bis zuletzt versucht, die neuen Vorgaben zu verhindern. Sie argumentieren unter anderem, dass sich im Fernverkehr alternative Antriebe wie Elektromotoren nur schwer durchsetzen ließen.

          Auf neue Klimavorgaben für Autos hatten sich die EU-Länder und das Europaparlament bereits im vergangenen Dezember verständigt. Bei Neuwagen soll der Ausstoß von Kohlendioxid demnach bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 sinken.

          Die neuen Vorgaben für die Hersteller von Lastwagen und Bussen sind weniger streng als die für Autos. Als Grund dafür gilt, dass Käufer von Lastwagen und Bussen zur Gewinnmaximierung grundsätzlich wesentlich stärker auf einen niedrigen Verbrauch achten als die Käufer von Autos. Dies wiederum hat zur Folge, dass Nutzfahrzeughersteller eher verbrauchsoptimierte Fahrzeuge herstellen und deswegen nicht ganz so viel Einsparpotenzial haben.

          Das EU-Parlament hatte nichtsdestotrotz eigentlich ehrgeizigere Ziele auch für schwere Nutzfahrzeuge gefordert. Es wollte bis 2030 eine Senkung der CO2-Werte um 35 Prozent und bis 2025 ein Zwischenziel von 20 Prozent.

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