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EU-Sanktionen wegen Nawalnyj : Gegen die Villen der Putin-Elite

Auch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch könnten ausländische Sanktionen treffen. Bild: dpa

Seit Alexej Nawalnyjs Vergiftung werden Sanktionen gegen Russland diskutiert. Der Kreml-Kritiker selbst wusste vorher schon, welche reichen Russen im Ausland einiges zu verlieren hätten.

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          Der russische Oppositionelle Alexej Nawalnyj, wegen dessen Vergiftung mit Nowitschok nun über neue Sanktionen gegen Russland diskutiert wird, hat selbst oft schärfere Strafmaßnahmen des Westens gefordert. Etwa nach dem Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal in Salisbury im März 2018. In seiner Youtube-Sendung, die ein Millionenpublikum hat und Nawalnyj für Präsident Putin zu einem immer gefährlicheren Gegner machte, sagte er, viele Russen erwarteten, dass „die Briten endlich die Oligarchen bestrafen“. Er nannte drei Namen, die von Roman Abramowitsch und Alischer Usmanow, zwei Milliardären, die jahrelang in London investiert und gewohnt haben, sowie den von Igor Schuwalow, dem damaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten und heutigen Chef der Wneschekonombank, bei dem Nawalnyj ein Luxusapartment im Londoner Regierungsviertel entdeckt hatte.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Wenn die britische Regierung diese drei „rausschmeiße“, so Nawalnyj, werde das dem Regime Putin wehtun. Persönliche Sanktionen gegen Stützen der Macht seien ein Zeichen, dass es dem Westen ernst sei, die „Putin-Elite zu bremsen“, und würden in Russland von vielen Menschen unterstützt, sagte er im vergangenen Oktober.

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