https://www.faz.net/-gqe-9ft5x

Kampf gegen Müll in Ozeanen : EU-Parlament will Plastik-Wegwerfprodukte verbieten

  • Aktualisiert am

Weg damit, sagt das EU-Parlament. Bild: dpa

Das Europaparlament hat am Mittwoch für ein Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik gestimmt. Wie das Verbot aber am Ende aussieht, hängt jetzt von Verhandlungen ab.

          1 Min.

          Das EU-Parlament sagt dem Plastik den Kampf an. Es geht vor allem darum, die Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll zu bekämpfen. Die Entscheidung treffen die verschiedenen EU-Institutionen in den kommenden Monaten gemeinsam – sie müssen nun einen Kompromiss aushandeln.

          Das Verbot betrifft Trinkhalme, Einweggeschirr, Wattestäbchen und andere Wegwerfprodukten aus Plastik. Das Europaparlament stimmte einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission am Mittwoch in erster Lesung zu. Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen.

          Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.

          Die Umweltminister der EU-Staaten wollen sich nach Angaben eines Diplomaten in Brüssel noch vor Jahresende auf eine gemeinsame Position verständigen. Anschließend können die Verhandlungen zwischen Vertretern des Parlaments, der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission beginnen. Über die neue Richtlinie entscheiden das Europaparlament und die EU-Staaten gemeinsam.

          Weitere Themen

          Opec vereinbart drastische Senkung der Öl-Produktion Video-Seite öffnen

          Einigung großer Ölförderländer : Opec vereinbart drastische Senkung der Öl-Produktion

          Die größten Ölförderländer wollen deutlich weniger Öl fördern als bisher, um den Verfall des Ölpreises zu stoppen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partnerländer vereinbarten, die Produktion im Mai und Juni um zehn Millionen Barrel pro Tag zurückzufahren. Allerdings muss Mexiko der Vereinbarung noch zustimmen.

          Himmelfahrtskommando für Ärzte in Pakistan

          Corona-Krise : Himmelfahrtskommando für Ärzte in Pakistan

          Der Streit zwischen Regierung, Generälen und Glaubensführern im Kampf gegen das Coronavirus führt zu einer immer tieferen Krise im Land. Nun soll der Internationale Währungsfonds wieder helfen – zum 23. Mal.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.