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EZB-Präsidentschaft : Zustimmung für Lagarde

Christine Lagarde Bild: dpa

Christine Lagarde soll Anfang November den bisherigen Amtsinhaber Mario Draghi an der Spitze der EZB ablösen. Auf die erste Frau auf dem Posten wartet aber kein entspannter Arbeitsanfang - ihr Vorgänger hinterlässt ihr ein dickes Maßnahmenpaket.

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          Christine Lagarde, die künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), wird auch vom EU-Parlament unterstützt. Die bisherige geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und frühere französische Finanzministerin erhielt in Straßburg 394 von 649 abgegebenen Stimmen. 206 Abgeordnete sprachen sich gegen die Französin aus, 49 enthielten sich. Sie Abstimmung hat in erster Linie einen symbolischen Charakter.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Lagarde hatte den Abgeordneten schon Anfang September in Brüssel Rede und Antwort gestanden und auch schriftlich Fragen des Wirtschafts- und Währungsausschusses (Econ) beantwortet. Die Deutung der Antworten war nicht ganz unumstritten gewesen. Manche Beobachter hatten daraus eine weitgehende Unterstützung für die bisherige Linie des scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi herausgelesen.

          Andere hatten Andeutungen zu erkennen gemeint, dass Lagarde vor allem die Strategiediskussion beispielsweise um das Zwei-Prozent-Ziel erst für ihre Amtszeit beanspruchen will und dass sie neue Anleihekäufe weniger deutlich als Instrument hervorhebt und stattdessen auf die Nebenwirkungen einer sehr lockeren Geldpolitik hinweist.

          Vor dem EU-Parlament hatte Lagarde zudem angekündigt, in der Sprache künftig auf einen weniger technischen Duktus achten zu wollen, um die Bevölkerung stärker für die Geldpolitik zu gewinnen.

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