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Neue EU-Strategie : „Künstliche Intelligenz verändert die Welt wie Elektrizität“

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Andrus Ansip ist der für den Digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar. Bild: Reuters

Immer bessere Computerprogramme werden Wirtschaft und Gesellschaft umkrempeln. Wird Europa abgehängt? Ein EU-Kommissar wählt einen drastischen Vergleich.

          Europa muss viel größere Anstrengungen unternehmen, um sich auf die Veränderungen vorzubereiten, die immer intelligentere Computerprogramme für Wirtschaft und Gesellschaft herbeiführen werden. Das empfiehlt die EU-Kommission, die an diesem Mittwoch eine KI-Agenda für den Kontinent vorgestellt hat.

          „So wie die Dampfmaschine und die Elektrizität das in der Vergangenheit gemacht haben, verändert nun die Künstliche Intelligenz die Welt“, sagte der für den Digitalen Binnenmarkt zuständige stellvertretende Kommissions-Präsident Andrus Ansip. „Das stellt uns vor neue Herausforderungen, die Europa gemeinsam angehen sollte, um erfolgreich darin zu sei, dass jeder mit Künstlicher Intelligenz zurecht kommt.“

          Europa verfüge über Spitzenforscher, gute Labore und Start-up-Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Außerdem gebe es eine international wettbewerbsfähige Industrie, Transportwesen und Gesundheitsbranche. Allerdings reiche das nicht aus, um künftig kompetitiv zu bleiben. Zusätzliche Investitionen im Volumen von mindestens 20 Milliarden Euro seien bis zum Endes des Jahres 2020 nötig, so Ansip: „Die Kommission trägt das Ihre dazu bei: Wir erhöhen heute die Förderung für Forscher, damit sie die nächste Generation der KI-Techniken und -Anwendungen entwickeln können, und für Unternehmen, damit sie diese in ihre Prozesse integrieren können.“

          Konkret werde die EU-Kommission 1,5 Milliarden Euro mehr in ihr Innovationsprogramm „Horizon 2020“ stecken für die Jahre 2018 bis dahin. Dies werde weitere 2,5 Milliarden Euro Investitionen in existierenden öffentlich-privaten Partnerschaften auslösen, erwarten die Fachleute in Brüssel, etwa in den Bereichen „Big Data“ und Robotik. Dies werde die Entwicklung in wichtigen Wirtschaftszweigen „vom Transportwesen bis hin zur Gesundheit“ unterstützen. Zugleich würden dadurch in Europa bestehende Forschungseinrichtungen gestärkt und enger miteinander verflochten.

          Darüber hinaus werde der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) Unternehmen und Start-ups dabei unterstützen, in Künstliche Intelligenz zu investieren. Ziel der Kommission ist es, dass dadurch Investitionen im Volumen von mehr als 500 Millionen Euro in Schlüsselsektoren ausgelöst werden. Die EU-Kommission wolle außerdem eine Gesetzgebung vorschlagen, die dazu führt, dass mehr Daten wieder verwendet werden können und das Teilen von Daten leichter fällt. Dabei gehe von Daten von Behörden bis hin zu Gesundheitsdaten.

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