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EU-Kommissionsbericht : Mängel beim Kampf gegen Geldwäsche

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Europäische Kommission hat die Umsetzung des EU-Regelwerks zur Bekämpfung der Geldwäsche bemängelt. Auch Aufsichtsbehörden halten sich nicht immer an die Vorschriften.

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          Die Bekämpfung der Geldwäsche in der Europäischen Union lässt weiter zu wünschen übrig. Wie aus einem von der Europäischen Kommission am Mittwoch vorgelegten Bericht zur Einhaltung des einschlägigen EU-Regelwerks hervorgeht, halten sich Banken, aber auch Aufsichtsbehörden in den Mitgliedstaaten nicht immer konsequent an die Vorschriften. „Es darf keinen Platz für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Europas Banken geben“, sagte der für Finanzdienstleistungen zuständige lettische Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis. Die Tatsache, dass auch die Aufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten das europäische Regelwerk nicht immer strikt befolgen, wertet die Kommission als Beleg für die Notwendigkeit, die Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche für die EU-Länder direkt bindend zu gestalten. Außerdem regte sie am Mittwoch an, Verbesserungen der Aufsichtsregeln für die Banken zu prüfen. Dies sei jedoch eine Aufgabe der voraussichtlich von November an amtierenden neuen Kommission. Die EU-Behörde sieht allerdings auch einige Lichtblicke bei der Befolgung ihrer Empfehlungen. Schwachstellen gibt es aus Brüsseler Sicht unter anderem noch dadurch, dass es zu „anonymen“ Transaktionen zwischen Geldinstituten kommen könne.

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