https://www.faz.net/-gqe-971n2

Für Elektroautos : EU-Kommission: Wir brauchen 10 Riesen-Batteriefabriken

  • Aktualisiert am

Maros Sefcovic und Matthias Machnig in Brüssel Bild: EPA

Elektroautos sind die Zukunft – aber woher sollen die Batterien dafür kommen? Für den EU-Energiekommissar ist die Antwort klar – doch die Hersteller zögern.

          1 Min.

          Autobauer und Zulieferer müssen nach Schätzungen der EU-Kommission in Europa einige große Fabriken für Elektroauto-Batterien hochziehen. „Wir brauchen mehr als zehn Gigafactories in Europa“, sagte EU-Energiekommissar Maros Sefcovic am Montag nach einem Treffen mit Vertretern der Industrie und einiger Mitgliedsländer. Man müsse bis Mitte des nächsten Jahrzehnts 100 Gigawattstunden Produktionskapazität bereitstellen, weil ab dann die Nachfrage von Elektroautos anziehen werde.

          Der Markt für die Energiespeicher dürfte 250 Milliarden Euro groß werden - was etwa der Größe der Wirtschaft von Dänemark entspricht. „Das ist ein sehr profitabler Markt, auf dem wir die europäische Präsenz stärken müssen. Wir in Europa wollen nicht nur auf unserem eigenen Markt wettbewerbsfähig sein, sondern weltweit.“

          Zum „Batteriegipfel“ in Brüssel hatte die EU-Kommission über 40 Firmenvertreter aus der Auto-, Chemie- und Technologiebranche eingeladen, an dem auch der deutsche Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) teilnahm. Ende kommender Woche (23. Februar) wolle die Kommission eine Strategie vorlegen.

          Die Autoindustrie befinde sich im tiefsten Wandel seit ihren Anfängen, sagte Machnig. Bisher sei die EU in diesem Bereich wettbewerbsfähig, weil man bei den Verbrennungsmotoren führe. Für die E-Mobilität seien jedoch Zellen und Batterien zentral. Wer glaube, diese Batterien einfach einkaufen zu können, sei blind, oder sogar naiv. Deshalb müssten europäische Firmen über nationale Grenzen hinweg zusammenarbeiten. „Wir brauchen konkrete Projekte.“

          Deutsche Branchengiganten sind in der Frage zurückhaltend. Volkswagen prüft, ob eine eigene Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für Elektroautos wirtschaftlich wäre. Dazu baut der Konzern derzeit in Salzgitter eine Pilotanlage auf. Und der weltgrößte Autozulieferer Bosch unterstrich Ende Januar die Risiken. Um bis 2030 einen Marktanteil von 20 Prozent zu erreichen, müsse man 20 Milliarden Euro für Fertigungskapazitäten in die Hand nehmen, hatte Bosch-Chef Volkmar Denner gesagt. Doch Prognosen zu Technik und Markt seien mit hoher Unsicherheit behaftet. Auch hätten die etablierten fünf Anbieter aus Asien, die sich heute den Markt aufteilten, bereits "starke Wettbewerbsvorteile".

          Weitere Themen

          Drohende Turbulenzen

          Netz-Urteil : Drohende Turbulenzen

          Die Bundesregierung soll sich zu sehr in die der Netzagentur obliegende Regulierung der Strom- und Gasnetze einmischen.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretär Paul Ziemiak beim digitalen Parteitag der CDU am Freitagabend.

          CDU-Parteitag : Die Kanzlerin spart sich das Lob

          Zu Beginn des CDU-Parteitags gibt es viel Schulterklopfen für die scheidende Vorsitzende Kramp-Karrenbauer – nur Angela Merkel spricht lieber über ihre eigenen Leistungen. Und Markus Söder vom spannenden Aufstieg.
          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.