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Unerlaubte Preisabsprachen : EU-Kommission geht mit Bußgeld gegen Kartell von Autozulieferern vor

  • Aktualisiert am

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager Bild: dpa

Zulieferer von BMW und Volkswagen haben für Gurte und Airbags Preise untereinander abgesprochen – auf Kosten der Verbraucher. Darauf reagiert die EU-Kommission mit einem hohen Bußgeld. Das trifft auch ZF Friedrichshafen.

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          Die europäischen Wettbewerbshüter haben gegen zwei Autozulieferer wegen Kartellabsprachen Geldbußen in Höhe von 368 Millionen Euro verhängt. Die Strafe richte sich gegen das Unternehmen Autoliv aus Schweden sowie TRW aus den USA, das zur deutschen ZF Friedrichshafen gehört, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

          Dem japanischen Airbag-Hersteller Takata sei eine Geldbuße erlassen worden, weil er die Kommission als Kronzeuge über die Kartelle unterrichtet habe. Alle drei Unternehmen hätten Absprachen eingeräumt und einem Vergleich zugestimmt.

          Sie hätten sich bei der Lieferung von Lenkrädern, Sicherheitsgurten und Airbags an Volkswagen und BMW abgestimmt, um ihre Gewinne zu steigern. „Einzelteile wie Sicherheitsgurte und Airbags sind entscheidend für die Sicherheit von Millionen Menschen, die ihr Auto benutzen, um täglich zur Arbeit oder die Kinder zur Schule zu fahren“, sagte die für die Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

          Die drei Anbieter hätten Absprachen getroffen, um ihre Gewinne aus dem Verkauf dieser lebensrettenden Einzelteile zu steigern und im Ergebnis den Verbrauchern geschadet.

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