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F.A.Z. exklusiv : Lufthansa muss wegen Air-Berlin-Übernahme wohl Strecken abgeben

EU-Kommissarin Margrethe Vestager Bild: Reuters

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat sich im Gespräch mit der F.A.Z zur Genehmigung der Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa geäußert. Auf einigen Strecken gebe es ein Monopol.

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          Lufthansa muss wegen der Übernahme von Air Berlin voraussichtlich Strecken abgeben, um den geplanten Zusammenschluss von der EU-Kommission genehmigt zu bekommen. Darauf hat EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgabe) hingewiesen. Sie könne die endgültige Entscheidung der Kommission nicht vorwegnehmen, zumal Lufthansa die geplante Fusion noch nicht in Brüssel angemeldet habe, sagte die dänische Politikerin. „Aber Lufthansa ist ein treuer Kunde von uns, wir hatten schon öfter ihre Übernahmen von Konkurrenten zu prüfen. Deshalb kennen wir den Markt ziemlich gut.“

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Die bisherigen Routen von Air Berlin und Lufthansa hätten sich offensichtlich erheblich überschnitten. Bisher seien die beiden Unternehmen auf vielen Strecken Konkurrenten gewesen. Dieser Wettbewerb falle jetzt weg. „Auf einigen Strecken gibt es jetzt einen sehr hohen Marktanteil oder sogar ein Monopol.“ Monopole hätten in der Regel höhere Preise und schlechteren Service zur Folge. „Das zu verhindern ist unsere Aufgabe.“ Je eher Lufthansa bereit sei, auf die voraussichtlichen Bedenken ihrer Behörde einzugehen, desto schneller sei eine Genehmigung mit entsprechenden Auflagen denkbar, sagte Vestager. Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit einer Kommissionsentscheidung noch in diesem Jahr. Vestager ließ durchblicken, dass die Entscheidung nicht zuletzt von der Bereitschaft des Unternehmens abhänge, mit ihrer Behörde zusammenzuarbeiten.

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