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EU-Kommissar Breton : „Sonst werden wir zwischen China und Amerika aufgerieben“

EU-Industriekommissar Thierry Breton will umfangreich die Chip-Produktion in Europa unterstützen. Bild: AFP

Industriekommissar Thierry Breton will die EU autonom in der Halbleiter-Fertigung machen und dafür Milliarden Euro ausgeben. Amerikaner und Chinesen sind eingeladen mitzumachen – unter Bedingungen.

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          Herr Breton, die europäische Industrie, nicht zuletzt die Autoindustrie, leidet unter Lieferengpässen bei den benötigten Chips. Peugeot baut deshalb sogar schon wieder klassische Tachoscheiben ein. Hat die EU sich zu abhängig von nicht-europäischen Produzenten gemacht?

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Wir müssen die Produktion innerhalb der Europäischen Union ausbauen. Die Europäische Kommission hat vor kurzem das Ziel ausgerufen, dass die EU bis Ende des Jahrzehnts ihre Kapazitäten auf 20 Prozent des Weltmarkts verdoppelt. Das ist nicht nur angesichts der momentanen Engpässe wichtig, sondern auch weil Halbleiter heutzutage überall sind: Sie sind die Schlüsseltechnologie für 5G und 6G, das autonome Fahren, die Industrie 4.0, den Green Deal. Heute reden alle von der Speicherung von Daten in der Cloud. Künftig wird aber die Bedeutung dezentraler Datenverarbeitung, des „Edge Computings“, eine viel größere Rolle spielen. Und auch dafür brauchen wir Halbleiter. Kurz: Wir brauchen mehr Chips – und wir wollen, dass Europa zu den Anführern gehört, statt hinterherzulaufen.

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