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EU-Gipfel : „Deponieabgabe statt Plastiksteuer“

Eine Steuer auf Plastikverpackungen könnte den künftigen EU-Haushalt mitfinanzieren. Das sieht der neue Vorschlag der EU vor. Bild: dpa

Einige Unternehmen machen gegen die EU-Pläne einer Plastiksteuer mobil: eine Abgabe führt wohl zu 1,3 Milliarden Euro Mehraufwand.

          1 Min.

          Kurz vor dem EU-Gipfel am 17. Juli versuchen Unternehmensverbände, die geplante Plastiksteuer zu verhindern. Die Abgabe würde nach Berechnung der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) in Deutschland zu einem Mehraufwand von jährlich mindestens 1,3 Milliarden Euro führen. Diese Summe müsste die Bundesregierung nach Brüssel überweisen, könnte sie dann im Rahmen einer nationalen Steuer von den Unternehmen zurückfordern.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Die deutschen Unternehmensvertreter befürchten, dass die vergleichsweise kleine Plastiksteuer auf dem EU-Gipfel untergeht, schließlich sollen die Mitgliedsländer dort für den geplanten Wiederaufbaufonds weit größere Summen beschließen.

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