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Essenslieferant in der Kritik : Das Schattenreich von Lieferando

Ein mittlerweile gewohntes Bild in deutschen Innenstädten. Ein Lieferando-Fahrer fährt Essen aus. Bild: Reuters

Mit eigenen Websites will der Lieferdienst Restaurants unter die Arme greifen. 50.000 sollen es alleine in Deutschland sein. Ist das noch Dienstleistung eines Marktführers – oder doch schon Verdrängung?

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          Lieferando erreicht den hungrigen Nutzer von gleich mehreren Seiten. Über die eigene App und im Internet können Kunden Restaurants suchen und dort bestellen, hier erhält die Plattform eine Provision von 13 Prozent. Erfolgt die Lieferung an den Kunden über einen Lieferando-Fahrer, werden für die Gastronomen 30 Prozent fällig. Am Donnerstag wurde nach einer Recherche des „Bayerischen Rundfunks“ bekannt, dass der Essensvermittler, der zum niederländischen Online-Anbieter Just Eat Takeaway gehört, in Deutschland bis zu 50.000 eigener Websites betreibt, die dem Internet-Angebot der Restaurants verblüffend ähneln. Der Verdacht ist, dass Lieferando mit diesen „Schattenwebsites“, die zudem in der Suchmaschine von Google prominent plaziert sind, Verbraucher direkt abgreift, um Bestellungen über seine Plattform zu generieren.

          Diese Geschäftspraxis geht über die Grenzen von Deutschland hinaus. In ganz Europa hat Just Eat Takeaway mehr als 120.000 Domains registriert, die den Adressen der Restaurants ähneln, zeigt eine Auswertung im Auftrag des „BR“. In Deutschland sind auf knapp 18.000 Seiten Bestellungfunktionen hinterlegt, auf den übrigen 32.000 soll sich zumindest das Logo von Lieferando finden.

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