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Rentenzahlungen im Vergleich : Hier sind die Renten am höchsten

Warum erhalten Saarländer die höchste Rente? Bild: dpa

Saarländer erhalten im Alter viel mehr Rente als Ruheständler in anderen Bundesländern. Dazu kommen große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Woran liegt das?

          Saarländern geht es im Alter finanziell besser als Rentnern in anderen Bundesländern. Das zeigt der Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung Bund. Nach dieser Übersicht bezogen die Bewohner des Saarlandes nach mindestens 35 Jahren Versicherungszeit im Durchschnitt 1343 Euro monatlich. Die Auszahlungen lagen damit – Stand Ende 2018 – deutlich über dem Länder-Durchschnitt von 1219 Euro. Fast genauso gut versorgt sind die Rentner in Nordrhein-Westfalen, die im Durchschnitt 1323 Euro monatlich erhielten. Am Ende dieser Statistik liegen alle ostdeutschen Länder, ganz hinten Thüringen mit 1102 Euro nach 35 Versicherungsjahren. In diesem Betrag sind Sozialbeiträge, also Krankenversicherung und Pflegeversicherung, schon abgezogen. Noch nicht berücksichtigt ist die Steuer.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Deutliche Unterschiede zeigt die Statistik bei den Altersbezügen von Frauen und Männern. Während den Männern nach der Berufstätigkeit im Schnitt 1362 Euro ausgezahlt wurden, bekamen Frauen nur 991 Euro. Ganz oben in der Männer-Rangliste finden sich auch hier Nordrhein-Westfalen mit 1467 Euro und das Saarland mit 1452 Euro.

          Die Rentenversicherung liefert die Begründung: Hier arbeiteten viele Männer früher in gut bezahlten Jobs im Bergbau, sie erhalten deshalb heute vergleichsweise hohe Renten. Die thüringischen Männer beziehen im Durchschnitt 1225 Euro, etwas mehr als die Mecklenburger mit 1214 Euro.

          Der Ostteil Berlins erhält hohe Bezüge

          Gemessen an den anderen neuen Ländern erhielten Rentner im Ostteil Berlin mit 1355 Euro recht hohe Bezüge. Das führt die Rentenversicherung auf den relativ hohen Anteil von Rentnern mit Ansprüchen aus ehemaligen Zusatz- und Sonderversorgungssystemen der DDR zurück. Bei den Frauen stehen die Ost-Berlinerinnen sogar an der Spitze. Sie bekamen im Durchschnitt über ganz Deutschland gesehen mit 1121 Euro die höchsten Renten.

          Auf mehr als 1000 Euro Zahlbetrag kommen die Rentnerinnen im Westteil Berlins, in Brandenburg, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Am Ende liegen die Niedersächsinnen mit 961 Euro. Die Rentenversicherung weist darauf hin, dass die Differenz zwischen den Geschlechtern im Osten geringer ausfällt als im Westen.

          Der wichtigste Grund: Frauen im Osten waren viel seltener nur in Teilzeit beschäftigt als im Westen. Dadurch sind in Ostdeutschland die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen geringer als im Westen. Die Daten der Rentenversicherung nach 35 Jahren Versicherungszeit sparen die sehr niedrigen Renten von Hausfrauen, Selbständigen und Beamten aus, die nur kurz in die Rentenkasse eingezahlt haben.

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