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Corona-Krise : „Die Erwartungen der Arbeitsagenturen hellen sich langsam wieder auf“

  • Aktualisiert am

Die Arbeitsagenturen blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Bild: dpa

Die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt bessert sich langsam wieder. Doch zum Aufatmen ist es zu früh: Das IAB erwartet kurzfristig weitere Verschlechterungen bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigung.

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          Die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird langsam wieder besser. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich im Juni im Vergleich zum Mai um 0,8 Punkte auf 94,6 Punkte verbessert, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Nürnberg mit. „Die Erwartungen der Arbeitsagenturen hellen sich langsam wieder auf“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Allerdings liegt der gemessene Wert nach dem coronabedingten Absturz im April noch immer deutlich unter der neutralen Marke von 100.

          Kurzfristig seien weitere Verschlechterungen, sowohl bei der Arbeitslosigkeit als auch bei der Beschäftigung zu erwarten, sagte Weber. „Angesichts der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte bleibt die Arbeitsmarktentwicklung noch vergleichsweise robust, auch durch Kurzarbeit“, erklärte Weber. Nun müsse der Arbeitsmarkt aus der Krise gebracht werden, bevor schlechte Jobchancen für Arbeitslose und Berufseinsteiger zu bleibenden Nachteilen führten.

          Das IAB-Arbeitsmarktbarometer gilt als Frühindikator für den Arbeitsmarkt. Bei einer Umfrage bei den Arbeitsagenturen werden die Aussichten für die nächsten drei Monate abgefragt. Die Skala reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Die Bundesagentur für Arbeit wird an diesem Mittwoch ihre Statistik für Juni bekanntgeben. Dann werden auch Aufschlüsse über die jüngsten Entwicklungen bei der Kurzarbeit erwartet.

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