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Kabinett stimmt zu : Erstmals zwei Frauen unter den Wirtschaftsweisen

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Monika Schnitzer, eine der beiden neuen Wirtschaftsweisen Bild: AP

Die „fünf Wirtschaftsweisen“ beraten im gesetzlichen Auftrag die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen. Nun sitzen in dem hohen Gremium erstmals zwei Frauen. Das Kabinett machte den Weg heute frei.

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          Im fünfköpfigen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sitzen künftig erstmals zwei Frauen. Die Bundesregierung gab am Mittwoch grünes Licht für die Personalien. Wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch bestätigte, habe das Kabinett der Nominierung der Münchner Volkswirtin Monika Schnitzer und der Nürnberger Verhaltensökonomin Veronika Grimm zugestimmt. Nach der schon erfolgten Anhörung im Sachverständigenrat würden sie dem Bundespräsidenten nun zur formalen Berufung vorgeschlagen – wenn auch für verschieden lange Amtszeiten. So soll Schnitzer dem Gremium bis Ende Februar 2025 angehören, Grimm hingegen nur bis Ende Februar 2022. Der Grund ist, dass Grimm die vorzeitig beendete Mitgliedschaft von ihrer Vorgängerin Isabel Schnabel „übernimmt“.

          Eine ausführliche Analyse zu den beiden Neubesetzungen lesen Sie hier mit Fplus.

          „Ich freue mich, dass Frau Professorin Schnitzer und Frau Professorin Grimm mit ihren ausgewiesenen Kompetenzen den Sachverständigenrat verstärken“, teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit. „Sie erweitern die Expertise des Sachverständigenrates unter anderem im Bereich der Innovations- und Wettbewerbspolitik sowie des Energiemarktdesigns.“ Beide Frauen sind Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats im Bundeswirtschaftsministerium. Während zu den Forschungsschwerpunkten der 58 Jahre alten Schnitzer die Vertragstheorie und das Wettbewerbsrecht gehören, beschäftigt sich die zehn Jahre jüngere Grimm vor allem mit Energie- und Klimafragen. 

          Die beiden Posten in dem 1963 gegründeten Sachverständigenrat, dessen Mitglieder auch „Wirtschaftsweise“ genannt werden, waren mit dem Wechsel von Schnabel zur Europäischen Zentralbank Ende Dezember und dem Ende Februar ausgelaufenen Amtszeit von Christoph Schmidt vakant geworden. Der Rat gilt als wichtigstes wirtschaftspolitisches Beratergremium in Deutschland. Da Schmidt diesem zugleich vorgestanden hatte, hat der Rat jüngst Lars Feld zum neuen Vorsitzenden gewählt. Weitere „Wirtschaftsweise“ sind Achim Truger und Volker Wieland. Erste Frau in dem Gremium war Beatrice Weder di Mauro, deren Amtszeit von 2004 bis 2012 dauerte.

          Das Kabinett bestellte zudem den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Thomas Bareiß zum neuen Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung.

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