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Erntehelfer : Zusammen wohnen, zusammen arbeiten

Unter der Plane: Erntehelfer im hessischen Weiterstadt bedecken die Spargeldämme nach dem Stechen Bild: dpa

Auch dieses Jahr fordert die Pandemie Landwirte und ihre Saisonarbeiter – und die Situation der Helfer aus Osteuropa steht in der Kritik. Besuch auf einem Hof, den die Pandemie im vergangenen Jahr kalt erwischte.

          5 Min.

          Eine Situation wie im März 2020 möchte Andreas Klein nicht noch einmal erleben. Hals über Kopf reisten seine polnischen Saisonarbeiter damals in die Heimat ab. „Es entstand eine Panik, die Corona-Zahlen waren in Deutschland viel höher als in Polen“, sagt Klein. Den letzten Teil der Apfelsaison, der vor allem aus Sortieren und Verpacken besteht, musste er mit Hilfe von Freunden, Bekannten und der Familie stemmen. „Anfang Mai war dann klar, okay, die Situation hier ist nicht anders als in Polen.“ Seine zwei festangestellten Mitarbeiter hätten geholfen, ihre Landsleute von der Rückkehr zu überzeugen – rechtzeitig zur Erdbeersaison.

          Jannik Waidner
          Redakteur in der Wirtschaft

          Aktuell sind die Planungen, was die osteuropäischen Saisonkräfte betrifft, laut Bauernverband in vielen Betrieben schon abgeschlossen. Von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen heißt es, dieses Jahr seien die Betriebe aus der Erfahrung des vergangenen Jahres perfekt vorbereitet. Auch Klein sagt, vor kurzem noch habe er für dieses Jahr keine großen Probleme erwartet. Aber jetzt mit den steigenden Corona-Zahlen sei er sich da gar nicht mehr so sicher.

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