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OECD-Bericht : Migration in Industriestaaten nimmt weiter zu

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„2015 verbuchten die OECD-Staaten so wie viele Asylbewerber wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“, schreiben die Autoren des Berichts. Bild: dpa

2015 sind rund 10 Prozent mehr Menschen in die OECD-Staaten eingewandert, als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Asylbewerber war so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

          Die Zahl der Migranten in den OECD-Ländern hat im zweiten Jahr in Folge stark zugenommen. Etwa 4,8 Millionen Menschen seien 2015 dauerhaft in die Mitgliedstaaten ausgewandert, heißt es in einem am Montag in Paris präsentierten Ausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Zu den OECD-Mitgliedern zählen 35 entwickelte Industrieländer weltweit - von Neuseeland über Deutschland bis Mexiko.

          Besonders die Zahl der Asylbewerber sticht heraus. „2015 verbuchten die OECD-Staaten so wie viele Asylbewerber wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“, schreiben die Autoren des Berichts. Rund 1,65 Millionen Menschen beantragten Asyl in den OECD-Ländern. Die Mehrheit von ihnen kam nach Europa, 25 Prozent waren Syrer. Besonders Deutschland stehe dabei im Zentrum der Migrationsströme.

          Die Studie weist darauf hin, dass mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingskrise ein strukturelles Vorgehen der Staaten und mehr internationale Kooperation notwendig seien. Ein typisches Beispiel sei die Europäische Union, die Schwierigkeiten hatte, auf die Krise mutig, umfassend und koordiniert zu reagieren, mahnten die Autoren.

          Alternative Migrationsmöglichkeiten zum Asylantrag könnten verhindern, dass Flüchtlinge sich auf die gefährliche Flucht begeben. Die Studie nennt etwa Arbeitsmigration, Studentenprogramme oder humanitäre Visa als Möglichkeiten.

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