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Internationale Energie-Agentur : Erneuerbare Energien werden immer wichtiger für globale Versorgung

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Retten Mega-Kraftwerke wie diese Solarthermie-Anlage in Dunhuang im Nordwesten Chinas das Klima? Bild: AFP

Ein Achtel des Energieverbrauchs auf der ganzen Welt sollen die Erneuerbaren in fünf Jahren ausmachen. Vor allem in China boomt der Ausbau. Aber: Der größte Wachstumstreiber ist nicht unbedingt umweltschonend.

          Der Anteil regenerativer Energien am globalen Energieverbrauch wächst immer schneller. Das geht aus dem Jahresbericht und Sechs-Jahres-Ausblick der Internationalen Energie-Agentur zu Erneuerbaren Energien hervor, der am Montag in London vorgestellt wurde. Im vergangenen Jahr wuchs der Verbrauch regenerativer Energien demnach dreimal schneller als der Gesamtverbrauch.

          Bis zum Jahr 2023 erwarten die Experten dem Bericht zufolge, dass der Anteil regenerativer Energien am Gesamtverbrauch in der ganzen Welt um 2 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent wachsen wird – schneller als im vorhergehenden Sechs-Jahres-Zeitraum.

          Biomasse wichtigster regenerativer Energieträger

          Ein Drittel des Wachstums findet dem Bericht zufolge auf dem Gebiet der Bioenergie statt. Das liegt vor allem daran, dass Energie aus Biomasse in den Bereichen Heizung und Transport eingesetzt wird, wo 80 Prozent des globalen Energieverbrauchs stattfinden. Auch 2023 wird sie noch die größte regenerative Energiequelle darstellen, auch wenn Windkraft und Sonnenenergie schneller wachsen.

          Die Internationale Energie-Agentur weist in ihrem Bericht darauf hin, dass nur nachhaltig erzeugte und eingesetzte Bioenergie dazu geeignet ist, dem Klimaschutz zu dienen. Dafür seien klare Vorgaben der Politik notwendig. Trotzdem sei die Bioenergie von fundamentaler Bedeutung, um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Energiesystem zu verringern.

          Zwei Drittel des neuen Stroms aus Erneuerbaren

          Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung werde in fünf Jahren etwa 30 Prozent betragen, schätzen die Experten. Im vergangenen Jahr machten Erneuerbare Energien mit 178 Gigawatt erstmals mehr als zwei Drittel des Ausbaus von Stromerzeugungs-Kapazitäten auf der ganzen Welt aus.

          Am stärksten werden Photovoltaik-Anlagen ausgebaut. Sie wurden im vergangenen Jahr um 97 Gigawatt erweitert, die Hälfte davon entstand in China. Das Wachstum von Onshore-Windkraft und Wasserkraft verlangsamte sich dagegen.

          Dezentrale Stromerzeugung immer wichtiger

          Bis 2023 rechnen die IEA-Experten mit zusätzlichen 600 Gigawatt an Photovoltaik-Anlagen auf der ganzen Welt. Eine herausragende Rolle kommt der dezentralen Stromerzeugung zu, sie macht laut dem Bericht die Hälfte des Wachstums im Prognose-Zeitraum aus. Die Gesamtkapazität wird damit auf ein Terawatt steigen, 40 Prozent davon werden in China stehen.

          Deutschland wird dem Ausblick zufolge bis in fünf Jahren 13,7 Gigawatt an zusätzlichen Solaranlagen zur Stromerzeugung errichten – weit mehr als im vergangenen Jahr noch angenommen.

          Verkehrswende stockt

          China ist stärkster Wachstumsmarkt für alle Erneuerbaren Energien. Auf dem zweiten Platz wird die Europäische Union die Vereinigten Staaten in den kommenden fünf Jahren laut IEA überholen.

          Nur langsam geht es für Erneuerbare Energien dagegen im Bereich Verkehr und Transport voran. Auch im Jahr 2023 werden Biokraftstoffe nur vier Prozent des gesamten Verbrauchs ausmachen, andere regenerative Energien sind dahinter weit abgeschlagen.

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