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F.A.Z. exklusiv : 11 Milliarden Euro für Ökostrom

  • -Aktualisiert am

Hinter Windrädern in Niedersachsen ziehen Quellwolken auf. Bild: dpa

Verbraucher haben seit Anfang des Jahres in Summe mehr Umlage für Erneuerbare Energien bezahlt als im selben Zeitraum 2018. Die Reserven auf dem Ökostromkonto schmelzen indes.

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          Die Ausgaben für erneuerbare Energien nach dem gleichnamigen Fördergesetz EEG haben im Mai die Marke von zehn Milliarden Euro überschritten. Nach Angaben der Netzbetreiber erreichten die Auszahlungen an die Betreiber von Photovoltaik-, Wind- und Biomasseanlagen im Mai 2,7 Milliarden Euro, sie lagen damit knapp unter dem Wert des Vormonats. Von Januar bis Mai summierten sich die Ausgaben auf 10,8 Milliarden Euro, das waren 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Finanziert wurden die Zahlungen vor allem durch die EEG-Umlage auf den Strompreis. Sie beträgt seit Januar 6,4 Cent je Kilowattstunde. Der Aufschlag summierte sich im Mai auf 1,86 Milliarden Euro und machte damit den Löwenanteil aller Einnahmen von zwei Milliarden Euro aus. Von Januar bis Mai betrugen die Einnahmen auf dem EEG-Konto 11 Milliarden Euro, wovon 10,2 Milliarden Euro auf die Umlage entfielen.

          Für die Kunden fällt die Rechnung jedoch noch etwa ein Fünftel höher aus, weil auf die Umlage 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden. Vor allem wegen der jahreszeitlich gestiegenen Ausgaben für Photovoltaik ist das Konto im Mai mit 641 Millionen Euro defizitär.

          Viele der heute installierten Solarstromanlagen genießen eine sehr hohe Förderung. Weil in den vergangenen Jahren hohe Reserven auf dem Ökostromkonto angehäuft wurden, bereitet die Finanzierung des Fehlbetrags aber kein Problem. Ende Mai betrug der Überschuss auf dem Konto noch 4,8 Milliarden Euro. Doch waren das bereits 600 Millionen Euro weniger als noch im vergangenen Jahr.

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