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Ermittlungsverfahren ausgeweitet : Neue Vorwürfe gegen Zumwinkel

  • Aktualisiert am

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen Verdachts der Untreue gegen Klaus Zumwinkel Bild: ddp

Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden der Post, Klaus Zumwinkel, ausgeweitet. Die Behörde ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge auch wegen des Verdachts der Untreue. Zumwinkel wies den Bericht jedoch zurück.

          Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden der Post, Klaus Zumwinkel, ausgeweitet. Die Behörde ermittele seit kurzem gegen den ehemaligen Manager auch wegen Verdachts der Untreue, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf gut informierte Kreise. Der Untreue-Verdacht soll durch Zufallsfunde bei der Razzia in der Bonner Post-Zentrale im Februar dieses Jahres genährt worden sein.

          Die Ermittler hatten damals Unterlagen sichergestellt, denen zufolge Zumwinkel zahlreiche angeblich dienstliche Flugreisen seiner Frau sowie angeblich dienstliche Autofahrten zu Lasten des Unternehmens abgerechnet haben soll. Nach bisheriger Prüfung der Unterlagen soll es für die Reisen keinen dienstlichen Anlass gegeben haben, berichtet die Zeitung weiter.

          Zumwinkel hat den Bericht zurückgewiesen. Über einen Sprecher ließ Zumwinkel in Hamburg mitteilen, die Staatsanwaltschaft habe am Mittwoch gegenüber dem Zumwinkel-Anwalt Hanns Feigen erklärt, dass eine Ausweitung des Steuer-Verfahrens wegen des Verdachts der Untreue nicht erfolgt sei.

          Anfang des Jahres war gegen den 64 Jahre alten Zumwinkel von der Bochumer Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet worden. Ihm wird zur Last gelegt, über viele Jahre bei der Liechtensteiner LGT-Group Bank mehr als zehn Millionen Euro gebunkert zu haben, ohne die Zinserträge bei der Steuer anzugeben.

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