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Ermittlungsverfahren : Anlagebetrug mit Immobilien

Wieder sollen Anleger geprellt worden sein: Dieses Mal geht es um die Immobiliengesellschaft German Property Group. Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat im Zuge des Insolvenzverfahrens der German Property Group ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es besteht der Verdacht des Anlagebtrugs und der Untreue.

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          Denkmalgeschützte Altbauten in begehrten Innenstadtlagen und ehemalige Kasernen, die im Wege der Konversion in Wohneinheiten umgewandelt werden sollen. Mit solchen Objekten, hohen Renditen und der Möglichkeit eines steuerlichen Abzugs bei der Renovierung von denkmalgeschützten Immobilien warb die German Property Group (GPG, früher Dolphin Trust) um Kapitalgeber. Vor einigen Wochen mussten der Projektentwickler aus Langenhagen bei Hannover und weitere Unternehmen der Immobiliengruppe Insolvenz beim Amtsgericht Bremen anmelden (F.A.Z. vom 12. August). Es drängte sich der Verdacht auf, dass GPG mit seinen zuletzt 100 Projektgesellschaften in ganz Deutschland Anlegergelder zweckwidrig verwendet hat. Die Schuldenlast war dabei auf bis zu 500 Millionen Euro gestiegen.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Vergangene Woche gab die Staatsanwaltschaft Hannover bekannt, dass sie im Nachgang zur Insolvenz ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Anlagebetrugs und der Untreue eingeleitet habe. Man ermittele derzeit gegen drei Personen, erklärte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Darunter sei auch der Hauptgesellschafter des Unternehmens, der seine Kooperation bei der Aufklärung der Vorwürfe zugesagt habe. Zum Ausmaß eines möglichen Schadens wollte sich der Sprecher nicht äußern. Dafür seien die Ermittlungen noch nicht weit genug fortgeschritten. Zuerst berichtete das „Handelsblatt“ über die Entwicklung.

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