https://www.faz.net/-gqe-7q7ac

Erdgasleitung „South Stream“ : Bulgarien will erst mit EU-Zustimmung weiterbauen

  • Aktualisiert am

Zielland Österreich: Zum Verteiler Baumgarten soll das russische Erdgas geliefert werden Bild: REUTERS

Gasprom will die Ukraine umgehen und über Bulgarien Erdgas nach Europa liefern. Doch Einwände der EU-Kommission stoppen nun vorerst den Bau.

          1 Min.

          Bulgarien will den Bau der russischen Erdgaspipeline South Stream erst mit grünem Licht der EU-Kommission wieder aufnehmen. Das Projekt werde erst fortgesetzt, wenn die Bedenken der Kommission ausgeräumt seien, erklärte am Sonntag Ministerpräsident Plamen Oresharski.

          Die Kommission hatte  Bulgarien vergangene Woche zum Stopp der Arbeiten aufgefordert. Zunächst müsse entschieden werden, ob der Bau der Pipeline durch den russischen Staatskonzern Gasprom mit EU-Recht vereinbar sei. Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.

          Umgehung der Ukraine

          Das stark von russischem Erdgas abhängige Bulgarien sieht in dem Bau der Pipeline ein Projekt von nationaler Priorität, um  seine Versorgung zu sichern. Russland will mit der Route die Ukraine als Transitland für Erdgaslieferungen nach Westeuropa umgehen.

          Bild: dpa, FAZ

          Über die Pipeline soll ab 2017 russisches Gas von der bulgarischen Schwarzmeerküste durch Serbien und Ungarn bis nach Österreich strömen. Der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV hatte sich kürzlich mit dem russischen Energiemonopolisten Gasprom darauf verständigt, die Pipeline bis nach Österreich zu bauen.

          Unternehmen aus der EU beteiligt

          Hinter dem Projekt stehen neben Gasprom der italienische Versorger Eni, das französische Energieunternehmen EDF und der deutsche Chemiekonzern BASF. Erste Aufträge sind bereits vergeben. So soll ein italienisches Unternehmen das Unterwasserstück der Verbindung zwischen Russland und Bulgarien bauen - Start soll in diesem Juni sein.

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Topmeldungen

          Ein Schüler führt in einer Klasse in Rheinland-Pfalz einen Corona-Schnelltest an sich selbst durch.

          RKI-Zahlen : Corona-Inzidenz bundesweit wieder über 110

          Die Zahl der Infektionen steigt stark an. Das Ende der „epidemischen Lage“ könnte zu einem noch kleinteiligeren Flickenteppich an Maßnahmen führen. SPD-Experte Lauterbach sorgt sich um die Schüler.
          Der Rechtsstreit geht in die nächste Runde: Maike Kohl-Richter fordert als Alleinerbin mindestens fünf Millionen Euro

          F.A.Z. Frühdenker : Millionenstreit um Entschädigung für die Kohl-Witwe

          Die Pandemie scheint immer mehr zur Pandemie der Ungeimpften zu werden. Der Bundesgerichtshof verhandelt mal wieder in der Sache Familie Kohl gegen Autor Schwan. Und das Jugendwort des Jahres 2021 wird verkündet. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.