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Entwicklungsminister Müller : „Investiert in Afrika“

  • Aktualisiert am

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU, l) mit Isaias Afewerki, Präsident von Eritrea Bild: dpa

Deutschland zeigt sich bislang zurückhaltend mit Geschäften auf dem Kontinent. Gerd Müller wünscht sich eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit – auch, um sich Rohstoffe zu sichern.

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          Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die deutsche Wirtschaft aufgerufen, mehr in Afrika zu investieren. „In den nächsten zehn Jahren wird in Afrika mehr gebaut als in ganz Europa in den letzten hundert Jahren“, sagte Müller am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das Ganze laufe bislang allerdings ohne deutsche Investoren. Auch im Rohstoff- und Energiebereich gebe es Investitionschancen.

          „Indien und China sind längst da und haben sich ihre Rohstoffe gesichert“, sagte Müller weiter. Unter anderem geht es um Lithium, das “weiße Gold“, das in den Akkus von Elektroautos verbaut wird.

          Entwicklungshilfe will Müller stärker an Reformen knüpfen. „Wir fordern von Staaten wie Ghana Rechtssicherheit, Vertragstreue und Korruptionsbekämpfung“, sagte der Entwicklungsminister. Deutschen Investoren versprach er, dass die Bundesregierung die Rahmenbedingungen absichern und verbessern werde.

          Am Donnerstag ist Müller mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im westafrikanischen Ghana. Nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Accra wird die Kanzlerin von Staatspräsident Nana Akufu-Addo empfangen. Auf dem Programm in Accra stehen Gespräche mit Vertretern von in Ghana tätigen deutschen Unternehmen und der Besuch eines Zentrums für Jungunternehmer. Die Wirtschaftsbeziehungen zählen zu den zentralen Themen der Reise Merkels nach Westafrika, die Kanzlerin wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

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