Entwicklungshilfeministerium : Das System Niebel

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel wird vorgeworfen, bei Personalentscheidungen Vertraute und Parteigänger zu bevorzugen - etwa, indem er den Sohn des FDP-Politikers Hirche ins Haus holt.
Für den Einsatz von Stefan Hirche, Sohn des früheren niedersächsischen FDP-Vorsitzenden, hat das Entwicklungsministerium ein eigenes Projekt entworfen. Das geht aus einem Papier hervor, das sich kritisch mit der Personalpolitik unter Dirk Niebel (FDP) beschäftigt und im Haus kursiert. Die Kosten für seinen auf zwei Jahre angelegten Einsatz werden auf 320.000 Euro beziffert. Damit konfrontiert, sagte der Minister der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Der Sohn des früheren FDP-Politikers Walter Hirche ist Mitarbeiter der KfW, nicht des Entwicklungsministeriums, auch wenn er augenblicklich an das Ministerium ausgeliehen ist.“ Zu seinem Gehalt könne er daher keine Stellung nehmen. Doch soll, wie zu hören ist, die kolportierte Summe alle mit seinem Einsatz verbundenen Kosten abdecken, also etwa Reisen und Spesen.





