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VW-Abgasskandal : Nächstes Krisentreffen wohl am Mittwoch

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VW-Logo am Kraftwerk des VW-Werks in Wolfsburg Bild: dpa

Die nächste Krisensitzung bei Volkswagen steht an: Das Präsidium des Aufsichtsrats kommt laut einem Agenturbericht am Mittwoch wieder zusammen. Es geht um die Frage, wann, wo und wer die Entscheidung zum Einbau der Manipulations-Software getroffen hat.

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          Zur Aufarbeitung des Abgasskandals bei Volkswagen kommt das Präsidium des Aufsichtsrats nach dpa-Informationen am Mittwoch abermals zu einer Krisensitzung zusammen. Dabei soll nach internen Ermittlungen ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Konzernkreisen erfuhr. Demnach fiel die Entscheidung zum Einbau der Manipulations-Software in Diesel-Fahrzeugen bereits in den Jahren 2005 und 2006, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale in Wolfsburg. Mit Hilfe der Software hatte VW Abgaswerte in amerikanischen Dieselfahrzeugen manipuliert.

          Damals, zu Zeiten von Bernd Pischetsrieder als Konzernchef und Wolfgang Bernhard als VW-Markenchef, wollte Volkswagen angesichts von Problemen auf dem amerikanischen Markt mit Dieselfahrzeugen punkten. Die Vorgabe sei gewesen, diese Autos trotz der schärferen Abgaswerte kostendeckend anzubieten, hieß es in den Konzernkreisen. Die Einhaltung der Grenzwerte, zumindest auf dem Prüfstand, sei aber nur mit Hilfe der Manipulations-Software möglich gewesen. VW habe darauf verzichtet, eine bestimmte Technologie zur Abgasreinigung in die Autos einzubauen, weil dies als zu teuer angesehen wurde, wie es hieß.

          VW-Skandal : Strafermittlungen gegen Ex-VW-Chef Winterkorn

          Die VW-Führung und der Betriebsrat wollen in der kommenden Woche die Belegschaft im Stammwerk Wolfsburg über die Folgen des Abgas-Skandals informieren.

          Die Manipulationen bei Abgaswerten von Diesel-Fahrzeugen war am vorvergangenen Freitag in den Vereinigten Staaten bekanntgeworden. Das gesamte Ausmaß des Skandals ist weiter unklar. Weltweit sind 11 Millionen Autos betroffen, davon 2,8 Millionen in Deutschland. Eine genaue und vollständige Liste der betroffenen Modelle gibt es jedoch noch immer nicht.

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