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Entscheidung in der Förderbank : Stefan Wintels soll die KfW führen

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Die Bundesregierung hat Citigroup-Deutschlandchef Stefan Wintels als künftigen KfW-Chef ausgewählt. Bild: dpa

Der Citigroup-Banker hat während der Gespräche über die Struktur der Landesbanken viele Kontakte in die Politik aufgebaut. Jetzt kommt ihm das offenbar zugute. Wintels soll an die Spitze der staatlichen Bank rücken.

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          Der langjährige Deutschland-Chef der Citigroup, Stefan Wintels, soll neuer Chef der staatlichen Förderbank KfW werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die „Welt“ berichtet, die große Koalition habe sich auf Wintels als Nachfolger von Günther Bräunig geeinigt, der in diesem Jahr aus Altersgründen ausscheidet. Die KfW wollte den Bericht nicht kommentieren.

          Wintels galt der „Welt“ zufolge als Favorit des Bundesfinanzministeriums. Während der Privatisierung von Landesbanken habe er viele Kontakte in die Politik aufgebaut, insbesondere zu Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.

          Wann Wintels den Führungsposten bei der staatlichen Förderbank antritt, ist noch unklar. Der KfW-Verwaltungsrat, in dem Vertreter verschiedener Bundesministerien sitzen, dürfte in seiner Sitzung am 23. Juni die Personalie beschließen. Bräunigs Vertrag läuft formal bis Ende Juni. Es ist aber davon auszugehen, dass der Vertrag um einige Monate verlängert wird, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

          Die Bedeutung der staatlichen Förderbank, die dem Bund (80 Prozent) und den Ländern (20 Prozent) gehört, hatte in der Corona-Krise zugenommen. Sie unterstützt unter anderem mit Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind.

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