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Entlastung für Ältere : Weil fordert Energiegeld auch für Rentner

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Verschiedene Wirtschaftsforscher fordern schon länger wegen der hohen Energiepreise eine finanzielle Entlastung älterer Menschen. Bild: dpa

Rentner sollten im Herbst eine finanzielle Unterstützung erhalten wie Erwerbstätige. Das fordert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Viele Rentner seien „zu Recht sauer“, dass sie in den Plänen der Ampel-Koalition nicht vorkommen, sagt der SPD-Politiker.

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          Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert, auch Rentnerinnen und Rentnern 300 Euro Energiegeld zu zahlen. Viele von ihnen seien „zu Recht sauer, dass alle Erwerbstätigen ein Energiegeld von 300 Euro bekommen, sie aber leer ausgehen“, sagte Weil der „Bild am Sonntag“. Dafür gebe es keine logische Erklärung, denn auch Menschen im Rentenalter müssten heizen, tanken und einkaufen gehen.

          Weil kündigte an, dass er gern dazu bereit sei, Niedersachsens Anteil daran zu zahlen und er „erwarte, dass der Bund mitzieht.“ Spätestens nach der Sommerpause müsse diese Entlastung kommen.

          Die Bundesregierung hatte wegen der hohen Energiepreise ein Entlastungspaket auf den Weg gebracht. Dieses sieht unter anderem eine Einmalzahlung von 300 Euro für Erwerbstätige vor, die der Einkommenssteuer unterliegt. Außerdem enthält es einen Tankrabatt und das Neun-Euro-Ticket, eine Einmalzahlung von 200 Euro für Hartz-IV-Bezieher und einen einmaligen Kinderbonus.

          Weil forderte darüber hinaus die Erhöhung der Grundsicherung. Diese müsse dringend an die Inflation angepasst werden. Zudem dürfe die Politik nicht zulassen, „dass Energie-Unternehmen auf Kosten der Verbraucher exorbitante Mehrgewinne machen“, sagte er in dem Interview. Er erwarte, „dass die Preiskontrolle in Deutschland und in Europa auf den Prüfstand gestellt wird.“

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