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Labormedizin : Plastikmangel bedroht die Corona-Tests

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Bild: dpa

Die Labore und Hersteller arbeiten wieder unter Volllast – und doch drohen „kritische Engpässe“. Mancher Arzt fühlt sich wie in einem vollgetankten Auto ohne Schlüssel.

          5 Min.

          Thomas Mertes ist Facharzt für Laboratoriumsmedizin und stößt derzeit ständig auf neue Probleme, die er lösen muss. Wie etwa bei den Automaten für die Isolierung von Nukleinsäuren, die man in der Diagnostik von Corona-Tests braucht. Viele Automaten schaffen 96 Proben auf einmal, doch braucht das System für die Analyse zwischen dreieinhalb und vier Stunden. Um die gut 4000 Tests abzuarbeiten, die im Labor Koblenz derzeit jeden Tag ankommen, würde Mertes zehn solcher Geräte brauchen.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Doch auch in einem Großlabor wie in Koblenz ist der Platz begrenzt. Für 850.000 Euro hat das Labor in den vergangenen acht Monaten neue Geräte gekauft. „Wir haben sehr viel Geld in Automation investiert und gehen jetzt auch zurück in Handarbeit, weil sie schneller ist“, sagt Mertes.

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