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Energiewende : Strom muss bezahlbar bleiben

  • -Aktualisiert am

Die Energiewende ist für Ostdeutschland kein gutes Geschäft. Wichtiger als die Beseitigung regionaler Unterschiede ist für die Politik aber, dass Strom für die Bürger insgesamt erschwinglich bleibt.

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          Die Energiewende ist für Ostdeutschland kein gutes Geschäft. Dies ist die Kernbotschaft des Gutachtens, das der Ostbeauftragte der Bundesregierung an diesem Mittwoch vorlegen wird. Es spricht für Christoph Bergner, dass er die Veröffentlichung der brisanten Aussagen so kurz vor der Bundestagswahl nicht scheut. Denn bisher verbreitet die Politik lieber die frohe Botschaft, nach der die neuen Länder zu den Gewinnern des überhasteten deutschen Umstiegs auf Wind- und Sonnenenergie gehören.

          Sie klang zuletzt allerdings schon etwas bemüht, da die mit Subventionen gepäppelten Solarunternehmen im Osten gegen die Konkurrenz aus China verlieren und viele Arbeitsplätze abbauen. Nun bestätigt sich, dass auch an anderen Stellen die erhofften Früchte ausbleiben, weil Gewinne aus den neuen Anlagen eher in den Westen fließen.

          Es ist gut, wenn auch diese Facette der Energiewende in den Blick gerät. Doch bei den von allen Parteien für die Zeit nach der Wahl versprochenen Reformen am Gerüst der Energiewende steht nicht die Korrektur regionaler Unwuchten im Vordergrund. Wichtiger ist es, die Kosten der Wende insgesamt so zu begrenzen, dass Strom als Rohstoff für Wirtschaft und Bürger bezahlbar bleibt.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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