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Solarstrom : Energiewende paradox

Bild: dpa

Tausenden von Solaranlagen auf deutschen Hausdächern droht unnötigerweise die Abschaltung. Die Schuld daran wird Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gegeben.

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          Heinz Schreiber war ein Mann der ersten Stunde: „Ich bin damals der Einzige im Dorf mit einer Solarstromanlage auf dem Dach gewesen“, erinnert sich der Rentner. Im Jahr 2000 war das, als er sich die Sonnenpanels auf sein Einfamilienhaus in einem Vorort von Bruchsal schrauben ließ. Photovoltaik war damals noch sündhaft teuer. 60.000 Mark habe ihn die Anlage von Siemens mit einer Leistung von 4,6 Kilowatt gekostet, berichtet Schreiber.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Er verzichtete dafür auf die Anschaffung eines neuen Autos. Doch griff ihm die zu jener Zeit in Berlin amtierende rot-grüne Bundesregierung mit einer neuen Ökostrom-Offensive unter die Arme: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte Schreiber zwei Jahrzehnte lang hohe Abnahmepreise für seinen selbsterzeugten Strom und sorgte so dafür, dass sich die teure Anschaffung für ihn längst mehr als amortisiert hat.

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