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Private Haushalte : Energieverbrauch der Deutschen fürs Wohnen gestiegen

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Die durchschnittliche Wohnungsfläche, die beheizt werden muss, ist in Deutschland gewachsen. Bild: AP

Vor allem geheizt wurde 2016 viel. Für Haushaltsgeräte und Beleuchtung ist der Verbrauch sogar rückläufig.

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          Die Deutschen haben 2016 zum zweiten Mal in Folge mehr Energie fürs Wohnen benötigt. Die privaten Haushalte verbrauchten mit 665 Milliarden Kilowattstunden 1,4 Prozent mehr Energie als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag in Wiesbaden mit. Schon 2015 war der Energieverbrauch um 1,9 Prozent gewachsen.

          Laut der Behörde gibt es für den Anstieg mehrere Gründe: So habe die Bevölkerung in Deutschland zugelegt und ebenso die durchschnittliche Fläche der Wohnungen. Auch sei Energie mit dem Verfall der Ölpreise 2016 relativ günstig gewesen, so dass der Anreiz zum Sparen geringer gewesen seien dürfte. Wettereffekte wurden indes herausgerechnet.

          Ursache für den höheren Verbrauch war vor allem ein höherer Bedarf an Energie für Raumwärme (plus 2,2 Prozent). Auf den Posten fällt mit gut 70 Prozent der größte Anteil der Haushaltsenergie. Vor allem für Beleuchtung (minus 4,9 Prozent), aber auch für Haushaltsgeräte sowie Kochen, Trocknen und Bügeln war der Bedarf rückläufig. Insgesamt verbrauchten die Haushalte 2016 deutlich mehr Erdgas (plus 5 Prozent) und erneuerbare Energien (plus 6,3 Prozent), aber weniger Mineralöl, Strom, Kohle und Fernwärme.

          Seit 2010 hat sich der Energieverbrauch der Deutschen aber kaum verändert (minus 0,5 Prozent). Indes verbrauchten die Deutschen seither deutlich weniger Strom (minus 7,9 Prozent) und weniger Heizöl (minus 11,7 Prozent). So ersetzt Gas beim Heizen zunehmend Öl sowie strombetriebene Nachtspeicherheizungen. Zudem werden Haushaltsgeräte effizienter beim Stromverbrauch. Die Nutzung von Gas stieg so mit gut 5 Prozent deutlich. Mit der Energiewende schoss zudem der Bedarf an erneuerbaren Energien um fast ein Fünftel (18,5 Prozent) hoch.

          Bild: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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